Eine erheblich gekürzte Fassung dieses Aufsatzes (auch: ohne Fußnoten) erschien in meiner Kolumne Detour Ahead im Jazz Podium (Dezember/Januar 2024/2025).
Im Frühjahr 1958 casteten George Wein und Marshall Brown 17 junge europäische Musiker für eine Bigband, die im selben Jahr beim Newport Jazz Festival auftreten sollte. Für viele der Teilnehmer war die zweimonatige Reise eine prägende Erfahrung.

Die Idee
1958 wurde Albert Mangelsdorff bei einem Vorspiel ausgewählt, mit der International Youth Band auf dem Newport Jazz Festival zu spielen. George Wein, der Chef des gerade vier Jahre zuvor gegründeten Festivals, hatte die Idee schon eine Weile mit sich herumgetragen und nach einer auch finanziell erfolgreichen Festival-Edition 1957 den Festivalvorstand überzeugen können, dass ein solches Ensemble Newport gut anstünde, dass es für die Veranstaltung werben und zugleich zeigen könne, dass der amerikanische Jazz mittlerweile eine internationale Sprache ist [1]. Der Ventilposaunist und Musikpädagoge Marshall Brown war im Jahr zuvor mit der von ihm geleiteten Farmingdale High School Band mit großem Erfolg beim Festival aufgetreten. Wein lud ihn ein im Vorstand künftig pädagogische Projekte zu betreuen [2], als erstes ein internationales Jugendorchester mit Mitgliedern aus möglichst vielen europäischen Ländern dies- und jenseits des Eisernen Vorhangs. Der Vorstand gestand ihnen ein Budget in Höhe von 30.000 US-Dollar zu, mit dem die Reisen der beiden nach Europa, die Vorspiele vor Ort, Flug und Unterkunft der ausgewählten Musiker und eine ausgedehnte Probenphase finanziert werden sollte [3]. Statt einer Gage würden die jungen Teilnehmer eine Art Tagesgeld erhalten [4]. Parallel machten sich Brown und Wein an die Arbeit. Wein kontaktierte Experten, zumeist Journalisten, die in fünfzehn Ländern die Vorspiele organisieren und die Nachricht davon außerdem in ihren jeweiligen Szenen verbreiten sollten. In Italien war etwa Arrigo Polillo sein Ansprechpartner, in Dänemark Erik Wiedemann, in Polen Józef Balcerak, in Belgien Carlos de Radzitzky, in Frankreich Charles Delaunay, in den Niederlanden Paul Acket, in Spanien Esteban Colomer Brossa, in England Pat Brand und in Deutschland Joachim Ernst Berendt. Brown beauftragte währenddessen die Musiker Bill Russo, Adolph Sandole, Jimmy Giuffre und John LaPorta, Kompositionen für das Ensemble zu schreiben, das es noch gar nicht gab [5].
Vorspiele
Brown hatte sich für das Projekt ein Jahr lang von seiner Lehrerstelle beurlauben lassen [6], was ihm die Freiheit gab, im Februar und März 1958 zusammen mit George Wein durch Europa zu reisen, um bei Vorspielen die finale Besetzung ihrer Wunschband zu casten [7]. Willis Conover, Moderator der Jazzsendungen der Voice of America, die insbesondere in den Ländern hinter dem Eisernen Vorhang vielen Fans und Musikern die aktuellsten amerikanischen Entwicklungen näherbrachten, hatte die Reise der beiden in seiner Sendung am 14. Februar 1958 angekündigt [8]. Die Idee einer Art paneuropäischen Bigband [9] hatte sich allerdings anfangs nicht überall mitgeteilt, und so berichteten deutsche Medien von einer wirklich internationalen Besetzung, in der „beispielsweise ein Trompeter aus Frankreich, ein Altsaxophonist aus Japan, ein Tenorsaxophonist aus Deutschland, ein Schlagzeuger aus Australien“ zusammenspielen sollten [10].
Zu den Vorspielen in immerhin 15 Ländern [11] wurden auf Empfehlung der lokalen Experten zwischen 15 und 30 Musiker eingeladen. Marshall Brown testete sie in einem ersten Durchgang auf ihre Notenfestigkeit – die Idee war ja, eine Bigband zusammenzustellen, die in der Lage war avancierte Arrangements namhafter Komponisten zu spielen. Im zweiten Durchgang ging es dann um ihre Fähigkeit zu improvisieren. Brown hatte eine Art Bewertungsbogen für sechs Kriterien vorbereitet: Notenfestigkeit, Improvisation, Intonation, Sound, Phrasierung und technische Beherrschung des Instruments [12]. Die Bewerber durften mit einer gestellten Rhythmusgruppe ein paar Stücke eigener Wahl spielen, dann legte Brown, dessen Interesse offenbar vor allem bei den Bläsern lag [13], ihnen Noten von sich selbst, von John LaPorta oder Bill Russo vor, „um zu sehen, was sie damit anfangen können“ [14]. Ergebnisse erhielten die Musiker nicht; ein jeder wurde mit einem „Awful nice“ entlassen [15] sowie mit ein paar Tipps, so dass Brown sich sicher war: „Jeder der Teilnehmer der Vorspiele verließ diese als ein besserer Musiker.“ [16]
Als erstes flogen die beiden Talentsucher, begleitet von Marshall Browns Ehefrau, von New York nach Lissabon [17]. Ihr Besuch war bedeutend genug, dass darüber im portugiesischen Fernsehen berichtet wurde [18]. Wein erinnerte sich in einem Bericht für den Boston Herald ans Vorspiel: „Der Club war voller Fans, aber die Musiker trauten sich nicht auf die Bühne und so dauerte es eine Weile, bis wir etwa fünfzehn Kandidaten zusammenhatten. Wir hörten einen guten Schlagzeuger, aber unsere Wahl wird wohl auf einen Pianisten oder auf einen Trompeter fallen, der sein Instrument nicht einmal zum Vorspielen mitgebracht hatte. Um ihn zu hören, mussten wir in den Club gehen, in dem er arbeitete, seine ramponierte Trompete sah aus, als hätte sie den Spanischen Bürgerkrieg überstanden.“ [19] Es handelte sich um den damals 29-jährigen José Manuel Magalhães, der zur Zeit des Vorspiels im Trompetensatz des Rundfunkorchesters des Landes saß [20]. Von Portugal ging es nach Barcelona, wo Wein und Brown insbesondere vom Pianisten Tete Montoliu begeistert waren, der aber bei der finalen Auswahl wieder rausfiel, weil geplant war aus jedem Land nur einen Musiker zu nehmen und das Klavier nun mal nicht doppelt besetzt war [21]. Stattdessen machte hier der 29-jährige Altsaxophonist Wladimiro Bas Zabache aus Bilbao das Rennen, der seit Anfang der 1950er Jahre in den Jazzclubs von Madrid zu Hause war [22].
Von Barcelona aus flogen Wein und Brown nach Genf, wo sie allerdings keine geeigneten Musiker für die Band fanden. Der Journalist Demètre Ioakimidis hatte das Vorspiel offenbar nur in der französischen Schweiz bekannt gegeben. Und so erschien einzig ein Pianist, der nicht gut genug war, obwohl er darauf bestand, ein anderer professioneller Pianist sei im ganzen Land nicht zu finden. George Gruntz, der schließlich das Rennen machte, hatte auf Umwegen über den Saxophonisten Flavio Ambrosetti von einem weiteren Vorspiel wenige Tage später in Mailand erfahren [23]. Gruntz hatte damals eine Festanstellung als Autoverkäufer und nahm das Vorspiel nicht so ernst; Brown und Wein waren ihm kein Begriff, und von der hiesigen Szene schienen die beiden keine Ahnung zu haben, wie er sich später erinnert. Sie hätten sich gebrüstet, dass sie bereits mehr als 600 junge europäische Jazzmusiker angehört hätten, und nach dem Genfer Fiasko habe Brown geklagt, in der Schweiz gebe es wohl Cuckoo-Clocks und Chocolate, aber keinen Jazz [24]. Gruntz kannte wenigstens einen der Arrangeure, nämlich Bill Russo, bei dem er einen Fernkurs für Arrangieren belegt hatte [25]. Nach Durchsicht aller Kandidaten machte Gruntz vor allem deshalb das Rennen, weil Joe Zawinul, den George Wein bevorzugt hätte, nicht in Frage kam, hatten die beiden Talentscouts in Österreich doch mit Hans Solomon bereits einen Tenoristen gefunden. Für Zawinul setzte Wein sich dann ein Jahr später ein, als dieser ein Empfehlungsschreiben für sein Visum brauchte, um am Berklee College studieren zu können [26]. In Mailand wurde neben Gruntz übrigens auch der Schlagzeuger Gil Cuppini ausgewählt, der mit 34 Jahren zu den älteren Mitgliedern der Band gehörte [27].
In Deutschland hatten Joachim Ernst Berendt, Werner Wunderlich und die Deutsche Jazz Föderation die Information über das Vorspiel gestreut. Hier gab es zwei Vorspiele, das eine im Frankfurter Jazzkeller, das andere „gelegentlich einer SWF-Fernsehsendung“ in Baden-Baden, bei der ursprünglich daran gedacht war“ die Sieger des letztjährigen Deutschen Amateur-Jazzfestivals“ vorspielen zu lassen [28]. Diese Planung ging noch von einem Altersschnitt zwischen 16 und 25 Jahren aus [29], der sich bei Wein und Brown während ihrer Reise offenbar schnell nach oben verschoben hatte, wohl auch, weil ihnen bewusst wurde, dass in dieser Altersgruppe kaum Musiker zu finden sein würden, die mit den komplexen Arrangements klarkommen würden, die sie in Auftrag gegeben hatten. Beim ersten Vorspiel im Frankfurter Jazzkeller jedenfalls waren eigentlich alle Musiker über dem ursprünglich angepeilten Alter: Albert Mangelsdorff (29), Dusko Goykovich (27), Wolfgang Schlüter (25), Peter Trunk (24) und Rudi Sehring (27). Mangelsdorff und Goykovich kamen dann am nächsten Tag in Baden-Baden gleich noch einmal zum Zug, zusammen mit Stefan von Dobrczinsky, Helmut Brandt, Karl Berger, Umberto Arlatti und Eberhard Stengel, die letzten beiden damals Mitglieder der Modern Jazz Group Freiburg [30]. Mangelsdorff erinnert sich insbesondere an das Vorspiel im Jazzkeller und wie „unpassend“ er es fand, „sich vor dichtgedrängtem Publikum im Blattspiel examinieren zu lassen“ [31]. Aber auch die anderen Musiker waren von der schulmäßigen Prüfungssituation nicht gerade begeistert [32].
In Amsterdam fand die Audition im Bellevue Theater statt; szeneintern sprach man von ihr nur als die „Schlacht um Newport“ [33]. Hier machte der Bassist Ruud Jacobs das Rennen, aber auch der belgische Posaunist Christian Kellens, der damals wie Dusko Goykovich in der Bigband Kurt Edelhagens saß [34]. Ronnie Ross, der als britischer Vertreter am Baritonsaxophon ausgewählt wurde, konnte, wie andere der Musiker auch, bereits auf zahlreiche Aufnahmen zurückblicken, so war er etwa zur Zeit des Vorspiels im Februar 1958 an einer Aufnahme mit John Lewis beteiligt, „European Windows“ [35].
In Paris hatte George Wein eigentlich nach einem ersten Altsaxophonisten für die Band gesucht. Pierre Gossez, der in Frage kam, hatte aber schon andere Pläne und daher empfahl Charles Delaunay statt eines Altisten den Trompeter Roger Guérin. Nach Vorspiel, Notenlesen und einem Solochorus war er in der Band [36]. Guérin war 1926 in Saarbrücken geboren und hatte 1958 bereits in zahlreichen namhaften Bands mitgewirkt und mit amerikanischen Solisten wie Rex Stewart, Don Byas, Kenny Clarke und James Moody gespielt. In der Jazz Groupe de Paris des Komponisten André Hodeir hatte er komplexe avancierte Arrangements kennengelernt, auch Claude Bolling, Martial Solal und Michel Legrand riefen ihn an, wann immer sie einen Trompeter brauchten [37]. In Wien wurde ebenfalls ein Altsaxophonist gesucht, wie Hans Salomon überzeugt ist, der fand: „Joe Zawinul am Klavier und auch Carl Drewo am Tenorsaxophon waren wesentlich routinierter als ich, aber diese Instrumente waren bereits besetzt [38].
Palle Bolvig wurde beim Vorspiel in Kopenhagen als Leadtrompeter [39] für die Band ausgewählt. Bolvig war ein Fan Maynard Ferguson und schon vor Newport bekannt genug, um für in Kopenhagen gedrehten US-amerikanischen Film „Hidden Fear“ die Hochtonpassagen in einer Orchesterszene zu spielen. Eine Weile wirkte er als Hochtonspezialist im Ib Glindemann Orchester, von dem er für den Newport-Gig beurlaubt wurde [40]. Den Schweden Bernt Rosengren muss es bei den Proben besonders berührt haben, dass die Band ein Arrangement über „Swingin‘ the Blues“ spielte, basierend auf der Aufnahme Count Basies mit Lester Young, die für ihn ohrenöffnend gewesen war [41].
Tatsächlich allerdings klang der zweite Tenorist Jan Wróblewski noch viel stärker an Young geschult als Rosengren [42]. Wróblewski stammte aus Polen, neben der Tschechoslowakei einem von zwei Ländern hinter dem Eisernen Vorhang, in denen Wein und Brown nach Musikern für ihre International Youth Band suchten – Goykovich, der für Jugoslawien in der Band war, war ja in Deutschland gecastet worden.
In Warschau fand das von den Herausgebern der Zeitschrift Jazz organisierte Vorspiel in der Philharmonie statt [43]. Dabei waren die wichtigsten polnischen Pianisten der Zeit, wie sich Jan Wróblewski erinnert, Krzystof Komeda, Andrzej Trzaskowski und Andrzej Kurylewicz. Viele der Jazzer seien bereits beim Test auf Notenfestigkeit rausgefallen. In Polen berichtete die Wochenschau über das Vorspiel; dabei sieht man Brown und Wein auf der Bühne, während eine Rhythmusgruppe Jan Wróblewski begleitet. Zum Schluss des Berichts bekundet Brown begeistert: „They have the same spirit as Americans, which is a wonderful thing.“ [44]
In Polen hatte Józef Balcerak, Weins Ansprechpartner vor Ort und Herausgeber der Zeitschrift Jazz, den amerikanischen Kollegen gebeten, ihm dabei zu helfen, das Land verlassen zu können. Er sei jüdisch, und obwohl der Krieg seit mehr als zehn Jahren vorbei war, hatte die Furcht ihn nie verlassen. Wein tat es leid, aber er konnte ihm nicht helfen [45]. Gitarrist Gabor Szabo hatte Ungarn bereits 1956 während des Ungarnaufstands verlassen und sich als politischer Flüchtling in den Vereinigten Staaten niedergelassen. Er wurde zusammen mit einem anderen ungarischen Studenten am Berklee College gecastet, wo er studierte [46]. In Prag entschieden sich Wein und Brown für Zdeněk Pulec, einen Posaunisten, der im Jazz genauso bewandert war wie in der Klassik und den Marshall Brown als „zweiten Jay Jay Johnson“ bezeichnete [47]. Über die Gründe seiner Nichtteilnahme gibt es unterschiedliche Erklärungen. Eine lautet, dass Pulecs Vater sich gegen die Reise ausgesprochen habe, weil sein Sohn noch zu jung sei [48]. Offiziell hieß es, es habe Terminüberschneidungen wegen eines Konzerts am Konservatorium gegeben, an dem Pulec studierte [49]. Eine dritte Erklärung verweist auf Schwierigkeiten, die dem Kalten Krieg zu verdanken seien [50], und George Wein erinnert sich in seiner Autobiographie an Probleme mit den tschechischen Behörden, die die nötigen Papiere nicht ausgestellt hätten [51]. Als Ersatz wählten Wein und Brown jedenfalls gleich zwei Posaunisten, nämlich Kurt Jarnberg aus Schweden sowie Erich Kleinschuster aus Österreich, was ihr ursprüngliches Konzept – nur je ein Musiker aus jedem Land – ein wenig durcheinanderbrachte.
Der einzige US-Amerikaner in der Band war übrigens der gerade mal 16-jährige Altsaxophonist Andy Marsala, den Marshall Brown im Alter von 12 Jahren entdeckt und den John LaPorta seit seinem 13. Lebensjahr unterrichtet und ihm das „Jazz Concerto for Alto Sax“ auf den Leib geschrieben hatte. Marsala hatte bereits im Jahr zuvor beim Auftritt der Farmingdale High School Band in Newport mitgewirkt. Er war technisch versiert auf seinem Instrument, konnte zu dem Zeitpunkt aber noch nicht improvisieren, und so bat Brown LaPorta, ihm Soli zu notieren, die er auswendig lernte und beim Auftritt spielte, als ob er sie selbst erfunden hätte. Zwei Jahre lang ging das so, erinnert sich LaPorta, dann habe ihn Marsala gefragt, ob es ihm etwas ausmache, wenn er künftig seine eigenen Soli spielen würde. Am meisten aber war LaPorta überrascht davon, dass Marsalas eigene Soli genauso klangen wie LaPorta – er hatte, ohne dass der Lehrer ihm jemals Improvisationsunterricht gegeben hatte, dessen stilistischen Vokabel so verinnerlicht, dass selbst LaPorta Schwierigkeiten hatte, einen Unterschied zwischen Marsalas und seinem Ansatz zu erkennen [52]. Als Brown-Protegé blieb Andy Marsala bis 1960 Mitglied der Newport Youth Band [53].
Die Europareise war für Wein und Brown mit einer deutlichen Lernkurve verbunden. Brown zeigte sich erstaunt über die Zahl guter Musiker, auf die er ausgerechnet in Polen, also hinter dem Eisernen Vorhang, traf [54]. Bei den Vorspielen hatte er festgestellt, dass die Musiker in Europa offenbar sehr viel kopierten. Wenn man ihnen Noten vorlege, sagte er, würden sie wirklich jede Note spielen, nie eine auslassen – ihm sei zuvor nie richtig bewusst gewesen, dass genau diese Freiheit im Umgang mit der Musik typisch amerikanisch war [55]. Wróblewski wiederum spickte während des Vorspiels auf einen der Bewertungsbögen und las dort in Bezug auf Komeda: „Wie Monk, aber nicht seine Musik“. Insbesondere Wein erkannte, dass die Teilnehmer des Newport-Projekts eine wichtige Rolle in der Jazzentwicklung ihrer jeweiligen Länder haben würden auf dem Weg zu einer eigenständigen europäischen Sprache des Jazz [56]. Ihm vermittelte diese erste ausgedehnte Reise einen ersten Blick auf die Diversität der unterschiedlichen europäischen Jazzszenen; sie ermöglichte ihm außerdem Kontakte, die ihm in seiner späteren Tätigkeit als Agent und Festivalveranstalter zugutekommen sollten [57].
Nachdem Wein und Brown irgendwo zwischen 600 und 700 Bewerber in ganz Westeuropa und immerhin zwei Ländern hinter dem Eisernen Vorhang gehört hatten, sichteten sie die Bewertungsbögen, entschieden sich für eine Besetzung und schickten am 25. März 1958 Telegramme an 17 Musiker aus 16 Ländern, in denen diesen mitgeteilt wurde, dass sie für anderthalb Monate in die USA reisen würden. Er hätte gern mehr Musiker mitgenommen, erzählte Brown der Presse. Von der Qualität der Vorspiele her hätte er gut 13 Trompeten, 9 Posaunen und mehr einladen können [58].
Während der Vorspiele lief das Projekt, in dem Wein ja einen geradezu diplomatischen Nutzen sah, noch unter dem Arbeitstitel „The Tower of Babel Band“. Das Festival Board stemmte sich allerdings gegen solch einen alttestamentarischen Bandnamen und setzte dann das nüchterne „International Youth Band“ durch.
Proben in New York
Allein die Anreise war für die Musiker ein Abenteuer. Keiner von ihnen war zuvor je in den USA gewesen. Ursprünglich sollten sie sich in Paris treffen [59], um dann gemeinsam mit dem Schiff nach New York zu fahren, auf dem die Proben bereits losgehen sollten [60]. Dann plante man um, lud alle Musiker nach Brüssel ein, wo sie von Marshall Brown und Willis Conover auf dem eigens für die Weltausstellung neu eröffneten Flughafen [61] erwartet wurden [62] und von wo aus sie gemeinsam mit einer Zwischenlandung in Kanada [63] nach New York flogen. Dusko Goykovich hatte für die Reise seinen Platz im Kurt Edelhagen Orchester aufgegeben, weil der ihn nicht hatte gehen lassen. Du hast hier doch einen guten Namen, habe Edelhagen ihm gesagt, was willst du in den USA? Wenn er auch nur für ein paar Wochen nach drüben ginge, erinnert Goykovich sich, wollte Edelhagen ihn rausschmeißen [64]. Zwei der Musiker schafften es nicht rechtzeitig nach Brüssel und kamen einzeln nach: Jan Wróblewski hatte sein Transitvisum zu spät erhalten und Wladimiro Bas Zabache hatte die Verbindung von Madrid verpasst [65]. Zusammen sollten sie alle die nächsten anderthalb Monate in den USA verbringen, zuerst vier Wochen für Proben in New York, dann eine Woche in Newport, dann nochmal eine Woche in New York.
Bei ihrer Ankunft auf dem New Yorker Idlewild Airport wurden die aufgeregten neuen Orchestermitglieder vom Tony Scott Quintet [66], in dem auch der Posaunist Jimmy Knepper [67] mitwirkte, mit Musik empfangen. Einige der Musiker holten ihre Instrumente aus dem Koffer und stiegen ein. Sie fuhren ins New York Beverly Hotels auf der Lexington Avenue [68], das nicht weit vom Probenraum entfernt lag [69] und in dem sie zu sechst auf die Zimmer aufgeteilt wurden. Vor der Reise hatten die Musiker bereits ihre Kleidergrößen mitgeteilt, damit sie in den USA mit passenden Banduniformen eingekleidet werden könnten [70]. Der Instrumentenbauer Conn stattete sie außerdem mit neuen Instrumenten aus [71]. Gleich am ersten Abend seien sie ins Birdland gegangen, erinnert sich Hans Salomon, wo Johnny Griffin spielte [72].
Am nächsten Tag begannen die Proben, täglich von morgens 10 bis abends 10 [73], unterbrochen nur von kurzen Essenspausen. Die von Marshall Brown in Auftrag gegebenen Arrangements waren für jeden in der Band neu. Aus irgendeinem Grunde aber wurde Brown sich erst jetzt bewusst, dass es ein Sprachproblem geben könnte. Nicht jeder der Musiker sprach schließlich gut genug Englisch, Wróblewsky und Magalhães sogar gar keins [74]. Brown klagte, der einzige Musiker, mit dem er sich unterhalten könne, sei der Brite Ronnie Ross [75]. Es half, dass Dusko Goykovich sieben Sprachen sprach [76], und auch Christian Kellens [77] und George Gruntz waren hilfreich. Albert Mangelsdorff und Hans Salomon leisteten zudem ihre Erfahrung in GI-Clubs gute Dienste bei Übersetzungsaufgaben [78]. Die Sprachprobleme jedenfalls führten zu ersten Verzögerungen, wie Brown berichtete: „Bei der ersten Probe brauchte ich 20 Minuten, um ihnen klarzumachen, dass wir nochmal bei Buchstabe B im Arrangement einsetzen wollten.“ [79] Wahrscheinlich kann man sich das ein wenig wie Stille Post vorstellen: Browns Anweisungen an einen der Saxophonisten gingen zuerst an einen der Posaunisten, der sie an einen Trompeter weiterreichte, um dann beim verwirrten Saxophonisten zu landen [80].
Auch sonst waren die Proben nicht ganz einfach, wie sich George Gruntz erinnert: „Marshall Brown war zwar ein freundlicher, sehr engagierter Musiklehrer, aber einfach nicht der geborene Bandleader; die Proben zogen sich ewig hin, so dass irgendwann unsere Nerven blank lagen und es sogar zum Streit kam.“ [81] Brown hatte es bislang meist mit Jugendlichen zu tun gehabt; jetzt aber saßen Musiker vor ihm, die bereits eine Karriere hinter sich hatten. Er sei gereizt und hektisch gewesen, erinnert sich Salomon, ein nervöser, chaotischer Mensch [82]. Rosengren und Mangelsdorff beklagten, dass er die Bandmitglieder, die schließlich alle zwischen 25 und 35 Jahre alt waren, wie Schuljungen behandelte [83]. Auch mit dem Namen der Band sei nicht jeder glücklich gewesen, für eine „International Youth Band“ fühlten sie sich einfach zu alt. Ruud Jacobs bringt es auf den Punkt: Marshall Brown sei einfach zu emotional und viel zu hektisch gewesen, um eine solche Band zu leiten. [84] Und Albert Mangelsdorff ergänzt etwas diplomatischer: „Marshall Brown ist sicher ein sehr tüchtiger Bandleader – trotzdem möchte ich sagen, dass ich nicht viel Neues gelernt habe.“ [85]
Auch die Arrangements, die ihnen vorgelegt wurden, gefielen nicht allen Musikern. Wróblewski erinnert sich, wie sehr sie sich eigentlich für die afroamerikanische Seite des Jazz interessierten, um dann aber zum Beispiel bei Bill Russo vor allem Klangexperimente vorgelegt zu bekommen. Am meisten Spaß hatten sie mit einem Arrangement von Gerry Mulligan, das dieser selbst in einer der ersten Proben mit ihnen einstudierte [86], doch dann habe Marshall Brown sich entschieden, gerade dieses Stück nicht ins Programm aufzunehmen. Das mag unterschiedliche Gründe gehabt haben. Wróblewski mutmaßt, Mulligan habe Brown als Bandleader blass aussehen lassen [87]; dieser hatte sich aber auch mit George Wein überworfen, als er öffentlich mehr Mitsprache der Musiker bei der Programmierung des Newport Festivals forderte [88]. Goykovich und Ronnie Ross machten aus ihrer Abneigung gegen Brown keinen Hehl, und Albert Mangelsdorff erinnert sich sogar, dass einige der Musiker versucht hätten, Brown durch Gerry Mulligan ersetzen zu lassen [89].
Kein Mulligan also, stattdessen bestand das Repertoire schließlich aus Arrangements und Eigenkompositionen von John LaPorta, Adolph Sandole, Arif Mardin (der damals mit einem Quincy Jones-Stipendium am Berklee College studierte), Bill Russo, Jimmy Giuffre und Marshall Brown selbst. Diese Arrangements seien etwas anderes gewesen, als die Musiker zuhause gespielt hatten, erinnert sich Ruud Jacobs, „aber nach ein paar Tagen klangen sie ganz gut.“ [90] Es gab auch andere Meinungen. Bernt Rosengren etwa gefielen die Stücke John LaPortas nicht sonderlich, und Albert Mangelsdorff fasste zusammen: „Viele Stücke, die wir zum Spielen bekamen, sagten uns nicht sonderlich zu.“ Es seien Stücke gewesen, „die einfach nicht geswingt haben oder zu kompakt arrangiert waren, einem also keinen Raum zum Improvisieren ließen“ [91]. Vielleicht wäre es besser gewesen, meint Mangelsdorff, „man hätte uns Beiträge europäischer Arrangeure spielen lassen, die uns besser liegen“ [92]. Im Zusageschreiben an die Musiker hatte Wein noch angeboten, sie könnten gern auch eigene Arrangements mitbringen [93], falls dies geschehen war, hatte aber offenbar keines davon das Rennen gemacht.
Der erste öffentliche Auftritt vor Newport fand in der Arthur Godfrey Fernsehshow statt, die zur besten Sendezeit ausgestrahlt wurde. Ein paar Tage später folgte es eine Performance vor Journalisten, denen insbesondere die solistischen Leistungen des Tenoristen Bernt Rosengren, Albert Mangelsdorffs und Dusko Goykovichs gefielen [94]. Beim Pressegespräch lobten die Musiker Brown, wie es sich gehört, und dieser wiederum hob hervor, wie fleißig, musizierfreudig und verständig die europäischen Bandmitglieder doch seien [95].
Nach den Proben machte die Band die Jazzlokale New Yorks unsicher. Sie hingen mit Kollegen wie Mulligan, Cannonball Adderley, Stan Getz, Zoot Sims, Art Farmer, Johnny Griffin, John Coltrane, Art Blakey, Max Roach, Bill Evans, 0scar Pettiford und Tony Scott ab, die sie zu Konzerten mitnahmen und in die Szene einführten [96]. Roger Guérin traf sich mit Landsleuten, die damals gerade in New York lebten: dem Pianisten Francy Boland und dem Saxophonisten Tony Proteau [97]. Ruud Jacobs sprach mit Paul Chambers über Kontrabasssaiten und war dankbar dafür, wie überaus hilfsbereit Cannonball Adderley war [98].
Roger Guérin erinnert sich an einen Set des Miles Davis Sextet im Small’s Paradise, an das Thelonious Monk Quartet im Five Spot und an Slide Hamptons Arrangements für Maynard Ferguson [99]. „Anderthalb Monate besuchten wir jeden nur irgend möglichen Jazzclub“, erzählt Jan Wróblewski. „Eine ganze Woche verbrachten wir in Harlem, hörten Miles‘ Sextett mit Adderley, Evans und Coltrane, die ‚Kind of Blue‘-Band. (…) Der einige Club, in den ich es damals nicht schaffte, war das Village Vanguard.“ [100] Miles hatte bereits von den europäischen Musikern gehört; Dusko Goykovich kannte er sogar persönlich, was diesem zusätzlichen Respekt vor seinen Bandkollegen einbrachte [101]. Ruud Jacobs dagegen empfand Miles als ablehnend gegenüber allen Weißen [102]. Bernt Rosengren erinnert besonders gut an die Tenoristen: Johnny Griffin in Thelonious Monks Band, Benny Golson bei Art Blakey und Booker Little mit Max Roach [103]. Wróblewski hörte Maynard Fergusons Bigband, das Sonny Rollins Trio und die Hi-Los im Birdland. Beim Konzert von Ferguson und dem Mitchell-Ruff-Duo im Birdland wurden die Musiker sogar dem Publikum vorgestellt, durften aber den Statuten der amerikanischen Musikergewerkschaft gemäß nicht musikalisch in Erscheinung treten [104]. In den Clubs spielten sie also seltener, dafür, wie Albert Mangelsdorff erinnert, auf Jam Sessions „in Privatwohnungen von Fans und Musikern. Sogar in dem Hotel, in dem wir untergebracht waren“, dann mit zwei Kleiderbürsten auf einer Zeitung statt Schlagzeug [105].
Miles habe er in der Zeit sicher sieben Mal gehört, erinnert sich Wróblewski, am meisten aber habe ihn ein anderer Set beeindruckt, in den sie eher zufällig hineingestolpert seien, weil sie nach zwölf Stunden Probe zu müde waren um noch Musik zu suchen und sich einfach für ein Bier in eine Bar um die Ecke setzten. Dort sei dann plötzlich ein Trio mit Eddie Lockjaw Davis und Shirley Scott und einem Schlagzeuger aufgetreten, „die beste Schule des schwarzen Jazz“ [106]. Auch Ruud Jacobs war dabei und erinnert sich, neben Billie Holiday am Tisch gesessen zu haben, die er danach zusammen mit Tony Scott nach Hause brachte. Zum Abschied habe Scott ihr noch zugerufen: „Vergiss nicht, wir sehen ins in drei Tagen zu den Aufnahmen mit Streichern!“ Drei Tage vor ihrem legendären „Lady in Satin“-Date – „Hätte ich doch nur mein Handy dabeigehabt“, scherzt Jacobs, „ich hätte ein Selfie mit ihr machen sollen“ [107].

Newport
Die International Youth Band hatte zwei Auftritte beim Newport Jazz Festival, einen mit dem vollständigen geprobten Repertoire am Freitagnachmittag sowie einen kürzeren Set am Sonntagabend, direkt vor Louis Armstrong und seinen All Stars. Vor ihnen waren am Freitag John LaPorta mit seinem Quartett sowie Jimmy Giuffre mit seinem Trio (Bob Brookmeyer, Jim Hall) zu hören [108]. Willis Conover, der den ganzen Abend moderierte, stellte dann die europäischen Musiker einzeln vor, wobei jeder von ihnen kurz ans Mikrophon ging und „Danke“ in ihrer jeweiligen Landessprache sagte [109].
Während die Band am sonnigen Freitagnachmittag frisch und begeistert klang, hatten die Musiker am Sonntag mit der hohen Luftfeuchtigkeit zu kämpfen. Bei der feuchten Witterung konnte man von den hinteren Reihen kaum mehr die Bühne sehen, berichtet Eric T. Vogel [110] und erklärt die Auswirkungen auf die Musiker: „In diesem ‚kalten Dampfbad‘ fühlten sich nicht nur die Musiker unwohl, auch die Instrumente litten: die Spannung der Trommeln und der Saiten ließ nach und die Mundstücke klebten an den Lippen.“ [111]
Trotz aller Widrigkeiten habe die Band nach so kurzer Zusammenarbeit und angesichts der anspruchsvollen Arrangements recht gut geklungen, befand Albert Mangelsdorff rückblickend [112]. Eric T. Vogel gefiel besonders Jimmy Giuffres „Pentatonic Man“ (das es leider nicht auf das bei Columbia erschienene Album mit Livemitschnitten der Auftritte schaffte). Man habe generell vor allem in den improvisierten Parts gemerkt, schreibt Vogel, dass dies keine amerikanische Band war, nicht etwa, wie er schreibt, weil sie „ausgesprochen schlecht gewesen wären, aber sie wirkten solistisch primitiver und gehemmter als ihre amerikanischen Kollegen“ [113].
Die Musiker nahmen die Gelegenheit wahr, all die anderen Kollegen zu hören, denen sie in Newport begegneten. Das begann schon im Viking Hotel in Newport, wo sie „Tür an Tür mit Miles, John Coltrane und all den anderen Stars“ untergebracht waren, wie sich Dusko Goykovich erinnert [114]. Sie mischten bei Jam Sessions mit, wann immer sich die Gelegenheit bot [115]. Und natürlich besuchten sie die Konzerte der anderen Bands. Duke Ellington habe ihm weit besser gefallen, erinnert sich Albert Mangelsdorff beispielsweise, als die von George Wein eigens fürs Festival zusammengewürfelte Band Benny Goodmans [116]. Am Sonntag hatten sich etliche von ihnen auf die Auftritte des Sonny Rollins Trios, Horace Silvers und Thelonious Monks gefreut. Allerdings bestellte Marshall Brown sie genau zu dem Zeitpunkt zu einer letzten Probe ein, weil George Wein recht kurzfristig entschieden hatte, dass die Band zum Schluss ihres Auftritts ein Stück mit Louis Armstrong spielen sollte, der nach ihnen das Festival mit seinen All Stars in einem fast zweistündigen Set beenden würde [117].
Wein, der die International Youth Band ja als einen Unique Selling Point dieser Festivalausgabe verkaufen wollte, hatte Brown dafür um ein Arrangement für „On the Sunny Side of the Street“ gebeten. Die International Youth spielte dabei nur das Arrangement; im Vordergrund stand Armstrong als Trompeter und Sänger. Jan Wróblewski erinnert sich schon an die Proben mit Armstrong als Höhepunkt der Reise: „Er war ein so wunderbarer, kontaktfreudiger Typ, fröhlich und zu jedem freundlich, zugleich haben einem die Beine geschlackert, wenn man mit ihm sprach. Wenn du mich fragst, war das Stück mit ihm wahrscheinlich unsere beste Performance, einfach, weil jeder in der Band so angespannt war.“ [118] George Gruntz schwärmte noch Jahrzehnte später vom Gefühl, Armstrong mit dieser markanten, weltberühmten Stimme zu begleiten. Was man hört: Die Band beginnt, dann setzt sofort Armstrong mit dem Themenchorus auf der Trompete ein. Zu Beginn des ersten Vokalchorus‘ bittet er um ein Glas Wasser. Die Band spielt arrangierte Begleitstimmen, und man kann sich vorstellen, wie sich Gruntz bei seinen Billy Kyle-haften Fills zwischen Armstrongs Phrasen gefühlt haben mag. Im zweiten Vokalchorus wirkt die Bandbegleitung anfangs etwas steif, dann folgt eine teilweise im Double Time geschriebene Bridge, die in einem Solobreak Armstrongs mündet, das er mit der adhoc erfundenen Phrase „Swiss Kriss … gets it Jack“ beendet [119]. Ein Trompetenchorus folgt, und man kann Roger Guérin gut verstehen, dem vor allem Armstrongs Selbstsicherheit imponierte, sein völliger Verzicht auf Klischees [120]: Satchmo habe einfach immer improvisiert, bis ans Ende seines Lebens [121]. Guérin war davon so beeindruckt, dass, wenn man ihn nach seinem Lieblingstrompeter fragte, er, der ja eigentlich als Vertreter des modernen Jazz galt, immer Armstrong an erster Stelle nannte. Dessen fehlende Starallüren hatten die Musiker schon während der Probe beeindruckt, nach der Satchmo jedem in der Band eine Tüte eben jenes Swiss Kriss in die Hand drückte, das er in seinem Vokalbreak angepriesen hatte, eines Abführmittels, auf das er schwor: „Leave all the bad things behind you!“ [122]
Die Aufnahme mit Armstrong und der International Youth Band erschien erst Jahrzehnte später auf einer Langspielplatte. Die Stücke ohne Armstrong (außer Giuffres „The Pentatonic Man“) wurden dagegen bereits im Folgejahr auf dem Label Columbia herausgebracht, das sich zu einer Dokumentation des Projekts auf LP verpflichtet hatte, für die Brown aus den besten Versionen beider Performances in Newport auswählen konnte [123].
Bei aller Kritik an Marshall Brown als Bandleader ist sein „Don’t Wait for Henry“ eines der Arrangements, das den Musikern am ehesten Raum zur Improvisation gibt. Bernt Rosengren, Dusko Goykovich, Albert Mangelsdorff, Jan Wróblewski und Kurt Jarnberg zeigen dabei ihre unterschiedlichen musikalischen Charakteristika. Rosengrens Solo erklärt, warum er von Kritikern, aber auch von John LaPorta [124], als einer der besten Solisten der Band angesehen wurde, wohingegen Wróblewski klar am Sound von Lester Young orientiert bleibt.
In John LaPortas Arrangement über „Don’t Blame Me“ und in seinem „Jazz Concerto for Alto Sax“ steht der 17jährige US-amerikanische Altist Andy Marsala im Mittelpunkt.
Die Bigband ist einzig klanglicher Backdrop, und man mag die Unzufriedenheit der Musiker ahnen, die zuhause vor allem auch für ihre solistische Arbeit bekannt waren. Es hatte schon seinen Grund, warum Albert Mangelsdorff bereits zuvor die – zugegeben weit weniger hippe – Tanzkapelle Willy Berkings verlassen hatte. Ansonsten orientieren sich die Arrangements an der aktuellen Bigbandsprache in den USA, ein bisschen Basie, viel Woody Herman, ein Hauch von Stan Kenton.
Adolph Sandoles Arrangement über „Too Marvelous for Words“ beschwört den West Coast-Sound herauf, der auch in Europa populär war. Rosengren glänzt mit einem Solo; Mangelsdorffs sehr kurze solistische Partie wirkt etwas hilflos, und auch Goykovich weiß sich nicht recht aus dem knappen Gerüst des Arrangements zu befreien.
Basies „Swingin‘ the Blues“ wurde von Marshall Brown und LaPorta für die Bigband orchestriert und offenbart einmal mehr die Stärken genauso wie die Schwächen der Band. Kurz gesagt: die Rhythmusgruppe kann keinen wirklich antreibenden Drive entfachen; die Soli, in diesem Fall von Rosengren, Goykovich, Mangelsdorff, Ronnie Ross, Roger Guérin und Christian Kellens belegen die improvisatorischen Qualitäten der jungen Musiker. Die Probleme der Rhythmusgruppe spiegeln ein Manko, von dem amerikanische Solisten immer wieder berichteten, wenn sie in jenen Jahren für eine Tournee eine europäische Rhythmusgruppe suchten: Antreibende und zugleich die Balance des swing wahrende Rhythmusgruppen waren in Europa einfach eine Seltenheit. In den Aufnahmen hört man diese Schwierigkeiten insbesondere in Cuppinis Spiel, aber auch Ruud Jacobs sei ein besserer Solist als Bigbandspieler gewesen, merkt Bill Coss in seiner Rezension an [125].
Arif Mardins Beitrag ist sein Arrangement über „Imagination“, dessen Thema von Christian Kellens gespielt wird und in dem darüber hinaus Gabor Szabo mit einem kurzen Solobeitrag glänzt.
Den Schluss des Programms bildet Bill Russos zweisätzige „Newport Suite“, untertitelt „A Blues and a Dance“, ein anspruchsvolles Werk – einerseits eine Anlehnung an den Third Stream der Zeit, anderseits eine Verneigung vor Duke Ellingtons „Crescendo and Decrescendo in Blue“, das 1956 ein Höhepunkt des Newport Festivals gewesen war. Russos Komposition ist allerdings bis ins Kleinste durchgeformt, so dass auch die kurzen improvisierten Parts – einzig Hans Solomon erhält hier ein wirklich als solches wahrzunehmendes Solo – kaum eine Chance haben als Eigenleistung der Solisten wahrgenommen zu werden. Mangelsdorff beklagt nach seiner Rückkehr, die Arrangements seien für eine nicht eingearbeitete Band viel zu experimentell gewesen und hätten sie heillos überfordert.
Die Aufnahmen jedenfalls zeigen, was auch die Kritiken der Zeit belegen: Bernt Rosengren, Dusko Goykovich [126] und Albert Mangelsdorff [127] wurden als herausragende Solisten des Ensembles wahrgenommen. Der deutschstämmige Journalist Eric T. Vogel fragte nach dem Konzert Musiker und Kritiker nach ihrer Meinung. Miles Davis fand die Arrangements fürchterlich; als Solisten stachen für ihn Hans Solomon und Dusko Goykovich heraus. Tony Scott hatte die Band ja die ganze Probenphase über begleitet und bedauerte, dass die Arrangements die solistischen Qualitäten der Musiker nicht besser durchscheinen ließen. Ihm gefielen Jacobs, Mangelsdorff, Goykovich, Ross, und er fand, die Band klang immerhin besser als die von Benny Goodman. Ross und Roger Guérin wurden von Nesuhi Ertegun lobend erwähnt, den der Klang des Ensembles an Woody Herman erinnerte. Auch Nat Hentoff, der ebenfalls Ronnie Ross lobend erwähnt, fand, die Arrangements hätten vor allem die Fähigkeit Marshall Browns gezeigt, sie in so kurzer Zeit mit diesem Ensemble einzustudieren. Ross und Goykovich waren die Favoriten des schwedischen Journalisten Bosse Eckbergs. Marshall Stearns schließlich hielt sich vornehm zurück mit seiner Antwort, verwies darauf, dass er ja kein Kritiker, sondern Historiker sei, und schlussfolgerte augenzwinkernd: „Ellington braucht sich nicht zu fürchten!“ [128]
Das Orchester habe kein allzu freundliches Echo gefunden, fasst das deutsche Jazz-Echo zusammen, habe aber Albert Mangelsdorff, Bernt Rosengren, Ronnie Ross und Christian Kellens positiv erwähnt [129]. John Hammond sah Brown als das eigentliche Problem, den er für „alles andere als einen inspirierenden Bandleader“ hält [130]. Joachim Ernst Berendt beklagt darüber hinaus, dass Brown Arrangements ausgerechnet bei denjenigen Arrangeuren bestellt habe, „die die schwierigsten Big Band-Partituren schreiben, die heute überhaupt geschrieben werden“. Einfachere Arrangements und mehr Platz für Improvisation wären besser gewesen [131]. Bill Russo war – kein Wunder – anderer Meinung. „Die Band war zwar gut, aber sie hatte Schwierigkeiten im Ensemblespiel, was vielleicht auch in der Natur des Projekts liegt. Denn kein europäischer Musiker besitzt unseren Jazz-Background“, befand er [132]. Leonard Feather hebt den Unterschied der Charaktere in der Band hervor: „einige sahen wie Kinder aus, andere wirkten souverän und reif.“ [133] John S. Wilson legt in der New York Times den Finger in die andere Wunde: „Soloimprovisation war nicht unbedingt ihre Stärke.“ [134] Auch Wilson aber führt die etwas „klumpige, ungeformte“ Performance der Band auf die schwerfälligen Arrangements zurück, von denen höchstens Bill Russos „Blues“ in seiner „Newport Suite“ sich positiv abhob [135]. Und Eric T. Vogel fasst im deutschen Jazz Podium zusammen: „Die Grundidee war zweifellos faszinierend: man wollte dem amerikanischen Publikum zeigen, welch große Ausstrahlung der Jazz auf das Musikleben in aller Welt hat, und versuchte, dies dadurch zu beweisen, indem man repräsentative Nachwuchsmusiker aus aller Herrenländern in einem Klangkörper vorstellte. (…) allerdings entsprachen die Arrangements nicht den Vorstellungen der Band-Mitglieder – oder besser gesagt: einige Musiker genügten nicht den hohen Anforderungen, die das Notenmaterial an sie stellte. Es wäre sicher besser gewesen, wenn man europäische arrangiere herangezogen hätte und wenn jene Konzeptionen aus dem Programm gestrichen worden wären, die den Musikern überhaupt keine Chance solistischen Hervortretens gaben.“ [136]
Horst Lippmann schließlich befand im Jazz Podium vernichtend – und aus der zeitlichen Entfernung nicht ganz verständlich –, mit diesem missglückten Projekt habe man nicht nur „die Illusionen von 17 europäischen Musikern zerstört, sondern sich einmal mehr seiner großen Musiker wie Louis Armstrong oder Charlie Parker nicht für würdig erwiesen“ [137].
Brüssel
Auf dem Rückweg von Newport nach New York machte die Band Station in Boston, wo die Musiker das Dave Brubeck Quartet mit Paul Desmond in George Weins Club Storyville hörten. Einige der Musiker stiegen ein, und Mangelsdorff erinnerte sich noch Jahre später, „welche Ohren dieser Mensch hat“, mit welcher harmonischen Aufgeschlossenheit Brubeck auf ihn reagieren konnte [138]. Am letzten Abend in Newport hatte Gerry Mulligan die Band zu einer Party eingeladen. Hans Salomon traf bei dieser Gelegenheit unter anderem Art Farmer und Oscar Pettiford, Musiker, die beide wenig später in Wien leben sollten [139]. Armstrongs Sängerin Velma Middleton, die ebenfalls bei der Party war, lud ihn und Erich Kleinschuster zu einem Konzert der Armstrong All Stars auf Long Island ein, sie könnten gern im Bandbus mitfahren. Auf der Rückfahrt von diesem Konzert hielten sie in Corona, Queens, an, wo Armstrong sie noch ein wenig in sein Haus einlud. Die Witze, die er erzählte, überstiegen allerdings Kleinschusters und Salomons Englischkenntnisse um einiges [140]. Und am letzten Abend ihres Aufenthalts in New York lud Marshall Brown alle Musiker der Band und einige Freunde aus der New Yorker Szene zu einer Goodbye-Party in seinem Apartment ein. Es wurde eine lange Jam Session, bei der unter anderem Oscar Pettiford einstieg, Gruntz Klavier spielte und John LaPorta Saxophon [141].
Ein ursprünglich geplantes Konzert der International Youth Band in Washington, D.C. [142] fand genauso wenig statt wie eine „vierzehntägige Tournee durch die USA“, von der die Organisatoren im Vorfeld geträumt hatten [143]. Nach Newport war die Band allerdings noch in der Perry Como Show zu Gast, die in den Sommermonaten von Bob Crosby moderiert wurde. Jan Wróblewski beeindruckte hier vor allem die Professionalität, mit der ein Arrangeur innerhalb von 24 Stunden ein Arrangement für das Studioorchester und die International Youth Band schrieb und die Stimmen exzerpierte [144].
Nach Rückkehr aus den USA blieb die Band noch etwa zwei Wochen zusammen. Zuerst spielte sie im Rahmen einer Oldtimermesse im holländischen Blokker [145], wo der 23jährige Veranstalter Ben Essing kurz zuvor 6.500 Menschen für ein Benny Goodman-Konzert mobilisiert hatte [146], sowie in Den Haag [147]. Dann traten sie vom 29. Juli bis 3. August [148] eine Woche lang täglich auf dem Expogelände der Brüsseler Weltausstellung auf, wo sie, wie Brown stolz anmerkt, die erste Jazzband waren, die den Konzertsaal des amerikanischen Pavillons komplett füllte. Neben ihnen waren im Programm Jazzstars zu hören wie Teddy Wilson, Buck Clayton, Sarah Vaughan, Erroll Garner, Vic Dickenson und Sidney Bechet [149]. Das Brüsseler Engagement war eine Idee des State Department gewesen, das auf die Band aufmerksam geworden war, als Wein um Hilfe bei den Visa gebeten hatte [150]. Hier trafen die Musiker auf Initiative Tony Scotts auch auf russische Musiker, die die Botschaft dieser International Youth Band in Newport mit zurück in die Sowjetunion nahmen [151]. Jede Nacht fanden sich die Musiker noch im Chat Noir in der Brüsseler Innenstadt ein, wo der Schweizer Vibraphonist Kurt Weil mit seiner Band spielte, der u.a. der Schlagzeuger Daniel Humair angehörte [152].
Brüssel war die letzte Gelegenheit, dieses Projekt nicht nur einem Publikum, sondern auch der Weltpresse vorzuführen. Hier konnte George Wein noch einmal unterstreichen, dass der Jazz inzwischen zu einem globalen Phänomen geworden war [153]. In Newport hatte die Presse das alles noch wohlwollend aufgenommen, hatte die International Youth Band wie Bill Coss im Metronome zwar als eine weitere „Public-Relation-Maßnahme“ verstanden, aber wenigstens eine, die „mit gutem Geschmack“ ausgesucht wurde [154]. Die Brüsseler Rezensionen dagegen waren nicht nur positiv. Die Idee, schreibt Howard Taubman in der New York Times, sei sicher großartig, allerdings sei es selbst in den Vereinigten Staaten schwer, achtzehn Musiker aus unterschiedlichen Gegenden des Landes zusammenzubringen und dann zu erwarten, dass sie in nur wenigen Probenwochen musikalisch Sinn machen würden. Und so, findet Taubman, gehöre zur Wahrheit auch, dass diese internationale Band vor allem ein Werbegag gewesen sei. „Unter Marshall Browns Leitung spielt sie prätentiös und ermüdend; es gibt weder Zusammenhalt noch einen eigenen Standpunkt.“ [155] Taubman war nicht der einzige Kritiker; Ralph J. Gleason forderte gar „eine Erklärung des Newport Jazz Festivals und des State Department ans amerikanische Volk“ – wohlgemerkt nicht einzig für die International Youth Band, sondern fürs Programm im American Pavillon in Brüssel [156]. Auch die Konzerte in Brüssel waren mitgeschnitten worden, diesmal vom Plattenlabel Philips, wurden allerdings, anders als der von Columbia aufgezeichnete Newport-Set, nie veröffentlicht.
Zu Beginn des Projekts hatten die Organisatoren noch Auftritte auf der Moskauer Handelsmesse geplant, die sich allerdings offenbar nicht realisieren ließen [157]. Und schließlich hatte es für den Winter 1958 Pläne für eine Tournee der International Youth Band durch die Hauptstädte der europäischen Länder gegeben, aus denen die Orchestermitglieder kamen, begleitet von einem renommierten amerikanischen Sänger/Sängerin als Gaststar. Auch daraus wurde nichts.
Auswirkungen
Dusko Goykovich hatte wegen der Newport-Band seine Stelle bei Kurt Edelhagen gekündigt und blieb nach der Rückkehr eine Weile in Frankfurt, wo er mit den Mangelsdorff-Brüdern, Joki Freund, Pepsi Auer, Peter Trunk und Rudi Sehring das Jazztet gründete. Dann holte sich Edelhagen seinen großen Trompetenstar, jetzt mit zusätzlichen amerikanischen Erfahrungen, zurück ins Orchester [158]. Auch für José Manuel Magalhães war die Teilnahme in Newport ein weiterer Karriereschritt. Er trat nach seiner Rückkehr nach Portugal regelmäßig mit seinem Quintett im Maxime auf, einem populären Nightclub in Lissabon. Im November 1958 nahm er am 4. Portugiesischen Jazzfestival teil und wurde im Januar 1961 in einem Special des nationalen Fernsehsenders RTP gefeaturt [159]. Palle Bolvig kehrte erst ins Ib Lindemann Orchester zurück, wechselte dann in den 1960er Jahren zum Danish Radio Jazz Orchestra, mit dem er 1985 auch an den Aufnahmen für Miles Davis‘ Album „Aura“ beteiligt war [160]. Roger Guérin kam mit der Erkenntnis aus den USA zurück nach Frankreich, wie erheblich höher die Professionalität der Musiker in New York war – da habe es für Amateure keinen Platz gegeben. „Als ich zurückkam, sah ich Paris, wie es ist, und die Musiker, wie sie sind. Eine Handvoll guter Jazzer kann hier nicht mit der amerikanischen Masse mithalten, und das ‚Klima‘ ist bei uns auch nicht gerade innovationsfördernd.“ [161]
Jan Wróblewski brauchte drei oder vier Monate nach seiner Rückkehr nach Polen, um zu begreifen, wie ihn die Erfahrung dieser Reise als Musiker verändert hatte. Zuvor sei Dave Brubeck, der im März 1958 in Warschau aufgetreten war, für viele polnische Musiker der Höhepunkt des aktuellen jazz gewesen. Nach New York kannte Wróblewski dagegen nur noch schwarze Musiker, zumindest liest es sich so in einem Brief, der er am 22. Juni an die polnische Zeitschrift Jazz schreibt und in dem er sich daran erinnert, wie Willis Conover zum Miles Davis Sextet mit in den Black Pearl Club genommen habe [162]. „Diese Musiker sind für mich einfach so unglaublich“, erinnert sich Wróblewski, „ihre Improvisation ist so eindrucksvoll, eigentlich gar nicht zu beschreiben“ [163]. Eine Erkenntnis sei für ihn gewesen, dass es vor allem um die geradezu körperliche Erfahrung von swing ankommt, die sich im Liveerlebnis ganz anders anfühlt als von Platte. Die andere große Erkenntnis bestand in der Bestärkung des Jazz als einer afroamerikanischen Musik, die er als so viel intensiver empfand als die intellektuellen Westcoast-Experimente, die damals in Europa als die aktuellste Entwicklung des Jazz gehandelt wurden [164].
George Gruntz, der ja die Vorspiele anfangs nicht ganz ernst genommen hatte, erinnert sich an den Auftritt der Band als „rauschenden Erfolg und ein Medienereignis erster Güte“ [165]. Er konnte in den USA viele Kontakte knüpfen, die für seine weitere Karriere hilfreich sein sollten, zu Musikern, mit denen er während der Reise zusammengespielt oder -gejammt hatte, aber auch zu Kritikern. Im Down Beat hatte Dom Cerulli sein Klavierspiel mit einem „angry Horace Silver“ verglichen [166], was gleich nach seiner Rückkehr in die Schweiz zu einem Anruf durch Joachim Ernst Berendt geführt habe. Er habe, sagt Gruntz, zwar nie „auch nur im entferntesten versucht, Horace Silver zu kopieren. Trotzdem: Dieser Satz war ein Jahr lang für mich karrierebestimmend!“ Aus der Band heraus hatten sich Freundschaften ergeben, so spielte er in den nächsten Jahren immer wieder mit seinen „Newport-Kumpeln“, Albert Mangelsdorff, Ronnie Ross, Dusko Goykovich, Ruud Jacobs, Gil Cuppini, die in unterschiedlichen Besetzungen unter dem Namen „Newport International All Stars“ [167] in der Schweiz, Holland und Deutschland auftraten [168]. Zugleich litt Gruntz nach seiner Rückkehr aus den USA mehr noch als zuvor unter der Haltung europäischer Fans (und Kritiker), denen hiesige Musiker nur dann etwas galten, wenn sie möglichst nah an ein amerikanisches Vorbild heranreichten [169].
Das war letzten Endes auch Albert Mangelsdorffs Lehre aus der Reise. In New York wurde ihm bewusst, dass es keinen Sinn machte danach zu streben wie seine Vorbilder zu klingen, dass er eine eigene Stimme entwickeln musste mit Wurzeln in seiner eigenen Kultur, um dem Geschenk des Jazz als einer globalen Musiksprache gerecht zu werden. Die zwei Monate im Sommer 1958 waren für ihn und für zahlreiche andere Musiker, die dabei gewesen waren, ein entscheidender Einschnitt. Einerseits wurde ihm bewusst, dass der Mittelpunkt seiner Karriere ganz sicher in Europa liegen würde: „Ich würde nicht für alles Geld der Welt für immer in den USA leben wollen.“ [170] Zugleich suchte er jetzt mit einem neuen Selbstbewusstsein nach einem eigenen Weg, der sich spätestens mit „Tension“ von 1963 abzeichnete. Über diese Platte sagte Mangelsdorff später: „Für mich war es der Beginn dessen, von dem ich sagen könnte: Ab hier gilt’s“ [171] – der tatsächliche Beginn dieser Entwicklung ist allerdings die International Youth Band von 1958.
Zum Schluss seines Berichts über das Newport Festival von 1958 hofft Eric T. Vogel, dass die Tradition einer internationalen Band fortgeschrieben werden würde, man könne aus den Erfahrungen ja nur lernen [172]. Nach der Rückkehr aus Brüssel verbrachte Marshall Brown ein paar Tage bei George Wein in Boston. Das Ergebnis ihres Austauschs über die Zukunft eines solchen Ensembles war die Newport Youth Band, für die Brown und Wein aber nicht mehr in Europa, sondern an Highschools in der Umgebung von New York nach Teilnehmern suchten [173], und in der statt gestandenen Musikerpersönlichkeiten jetzt wirklich wieder Jugendliche mitwirkten. Das Beispiel der Lenox School of Jazz vor Augen, die seit 1957 in der Nachbarschaft stattfand, träumte Wein von einer landesweiten Organisation, einer Art Newport School of Jazz [174]. Die Newport Youth Band vermarktete er als Werbebotschaft für sein Festival, indem er sie auch bei Konkurrenzveranstaltern und in der Carnegie Hall auftreten ließ. Unter den Musikern die in diesem Ensemble erste Gehversuche machten, befanden sich später namhafte Künstler wie Jimmy Owens, Eddie Daniels, Ronnie Cuber oder Eddie Gomez. Als Brown 1962 Maynard Fergusons Bigband im Birdland hörte, zählte er darin nicht weniger als sieben ehemalige Mitglieder der Newport Youth Band [175].
Beim Newport Jazz Festival von 1960 kam es im Publikum zu Schlägereien, wegen derer die Polizei eingreifen musste. 200 Menschen wurden verhaftet, das Festival wurde zwei Tage vor seinem offiziellen Ende abgebrochen. 1961 fand daraufhin kein Festival statt. Erst 1962 konnte George Wein sein wichtigstes Festival fortsetzen, allerdings ohne die Newport Youth Band-Idee weiterzuverfolgen.
Diskographie
-Newport 1958- : Palle Bolvig, Roger Guérin, Dusko Gojkovic, José Manuel Magalhais (tp) Kurt Järnberg, Christian Kellens, Albert Mangelsdorff, Erich Kleinschuster (tb) Andy Marsala (as solo-l) Hans Salomon, Wladmiro Bas Zabache (as) Bernt Rosengren, Jan Wroblewski (ts) Ronnie Ross (bar) George Gruntz (p) Gabor Szabo (g) Rudolph „Rudy“ Jacobs (b) Gilberto Cuppini (d) Arif Marden (arr-2) Adolph Sandole (arr-3) John La Porta (arr-4) Marshall Brown (cond).
Newport, RI., July 4, 1958
Don’t wait for Henry
Back home again in Indiana (3)
Imagination (2)
The pentatonic man
Allelujah (3)
Newport suite Op. 24 (Blues/A dance)
Too marvelous for words (3)
Jazz concerto for alto sax (1)
Don’t blame me (1,4)
Swingin‘ the blues (4)
Columbia CL1246, Philips 429584BE
Louis Armstrong and the All Stars : Louis Armstrong (tp,vcl) Trummy Young (tb) Peanuts Hucko (cl) Billy Kyle (p) Mort Herbert (b) Danny Barcelona (d) Velma Middleton (vcl)
Newport Jazz Festival, Newport, RI., July 7, 1958
On the sunny side of the street (1)
Note : (1) The International Youth Band added : Palle Bolvig, Roger Guérin, Dusko Gojkovic, Jose Magalhais (tp) Christian Kellens, Kurt Jarnberg, Erich Kleinschuster, Albert Mangelsdorff (tb) Hans Salomon, Wladimiro Bas Zabache (as) Bernt Rosengren, Jan Wroblewski (ts) Ronnie Ross (bar) George Gruntz (p) Gabor Szabo (g) Rudolph Jacobs (b) Gilberto Cuppini (d) Marshall Brown (dir)
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[1] Leonard Feather: New Yearbook of Jazz (1958), quoted in: Anthony J. Agostinelli: The Newport Jazz Festival: Rhode Island (1954-1971). A Significant Era in the Development of Jazz, Providence/RI 1978 (self published): 31
[2] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 179
[3] Leonard Feather: New Yearbook of Jazz (1958), quoted in: Anthony J. Agostinelli: The Newport Jazz Festival: Rhode Island (1954-1971). A Significant Era in the Development of Jazz, Providence/RI 1978 (self published): 32
[4] Eric T. Vogel: ‚Ich habe nicht viel Neues gelernt…‘ Eric T. Vogel unterhielt sich mit Albert Mangelsdorff, in: Jazz Podium, August 1958: 160
[5] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 180
[6] NN: Music: Jazz Supermarket, in: Time, 14. Juli 1958. https://time.com/archive/6806178/music-jazz-supermarket/ (aufgerufen am 25. August 2024)
[7] NN: Babel Band’s Birth, in: Down Beat, 25/9 (1. Mai 1958): 9
[8] Rüdiger Ritter: Waffe oder Brücke? Willis Conover und der Jazz im Kalten Krieg, Berlin 2023 (Peter Lang): 460
[9] „k“: deutsche musiker nach newport, in: Schlagzeug, 3/8 (April 1958): 6
[10] NN: Deutsche Amateure nach Newport. George Wein plant Internationales Jugend-Orchester, in: Westjazz, 3/30 (Feb.1958): 6
[11] NN: Babel Band’s Birth, in: Down Beat, 25/9 (1. Mai 1958): 9
[12] NN: Babel Band’s Birth, in: Down Beat, 25/9 (1. Mai 1958): 9
[13] „k“: deutsche musiker nach newport, in: Schlagzeug, 3/8 (April 1958): 6
[14] NN: Babel Band’s Birth, in: Down Beat, 25/9 (1. Mai 1958): 9
[15] „k“: deutsche musiker nach newport, in: Schlagzeug, 3/8 (April 1958): 6
[16] „Every musician who auditioned came away a slightly better jazzman.“ NN: Babel Band’s Birth, in: Down Beat, 25/9 (1. Mai 1958): 9
[17] NN: Music News. The search for young musicians in 20 European countries…, in: Down Beat, 25/7 (3.April 1958): 11
[18] Hans Koert: Newport ’58. Babel’s Band brass section. Marshall Brown’s brass section for the 1958 Newport International Youth Band. Eight promissing young European trumpet players and trombonists selected, in: www.keepitswinging.blogspot.com>, 26. November 2012 http://keepitswinging.blogspot.com/2012/11/newport-58-babels-band-brass-section.html (aufgerufen am 19. August 2024)
[19] „The club was loaded with enthuisiasts but most of the musicians were too shy to try out for the band. After a while they relaxed and we finally had our pick from about fifteen candidates. We heard a good drummer but our choice will probably be either a pianist or a trumpeter who did not even bring his trumpet to the audition. We had to go to a club where he was working where he played for us a beat-up old trumpet that looked like it came through the Spanish Civil War.“ George Wein & Nate Chinen: Myself Among Others. A Life in Music, New York 2003 (Da Capo): 184
[20] Hans Koert: Newport ’58. Babel’s Band brass section. Marshall Brown’s brass section for the 1958 Newport International Youth Band. Eight promising young European trumpet players and trombonists selected, in: www.keepitswinging.blogspot.com>, 26. November 2012 http://keepitswinging.blogspot.com/2012/11/newport-58-babels-band-brass-section.html (aufgerufen am 19. August 2024)
[21] NN: Babel Band’s Birth, in: Down Beat, 25/9 (1. Mai 1958): 9
[22] Hans Koert: Newport ’58: The reed section of the International Youth Band. Introducing the reed section of the Tower of Babel’s Band. Willis Conover: The Voice of America set the musical tastes of many people all over Europa, in: www.keepitswinging.blogspot.com>, 29. Dezember 2012. http://keepitswinging.blogspot.com/2012/12/newport-58-reed-section-of.html (aufgerufen am 20. August 2024)
[23] George Gruntz: Als weisser Neger geboren. Ein Leben für den Jazz, Berneck/CH 2002 (Corvus/Zweitausendeins): 42
[24] George Gruntz: Als weisser Neger geboren. Ein Leben für den Jazz, Berneck/CH 2002 (Corvus/Zweitausendeins): 42; das betreffende Zitat findet sich bei: Whitney Balliett: International Jazz, in: The New Yorker, 5. Juli 1958: 16-17, zit. nach Rüdiger Ritter: Waffe oder Brücke? Willis Conover und der Jazz im Kalten Krieg, Berlin 2023 (Peter Lang): 461
[25] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 185
[26] George Wein & Nate Chinen: Myself Among Others. A Life in Music, New York 2003 (Da Capo): 184
[27] Hans Koert: Newport ’58: The rhythm section of the Babel’s Band. Introducing the members of the rhythm section of the 1958 International Youth Band. George Gruntz, who recently passed away, was Brown’s second choice ….. , in: <www.keepitswinging.blogspot.com>, 29. Januar 2013. http://keepitswinging.blogspot.com/2013/01/newport-58-rhythm-section-of-babels-band.html (aufgerufen am 20. August 2024)
[28] NN: Deutsche Amateure nach Newport. George Wein plant Internationales Jugend-Orchester, in: Westjazz, 3/30 (Februar 1958): 6
[29] NN: Deutsche Amateure nach Newport. George Wein plant Internationales Jugend-Orchester, in: Westjazz, 3/30 (Februar 1958): 6
[30] NN: Jazz-News. Deutschland, in: Jazz-Echo, Apr.1958: 46; „k“: deutsche musiker nach newport, in: Schlagzeug, 3/8 (April 1958): 6
[31] Bruno Paulot: Albert Mangelsdorff. Gespräche, Waakirchen 1993 (Oreos): 51-52
[32] „k“: deutsche musiker nach newport, in: Schlagzeug, 3/8 (April 1958): 6
[33] Hans Salomon & Horst Hausleitner: Jazz, Frauen und wieder Jazz, Wien 2013 (Seifert Verlag): 63
[34] Hans Koert: Newport ’58. Babel’s Band brass section. Marshall Brown’s brass section for the 1958 Newport International Youth Band. Eight promising young European trumpet players and trombonists selected, in: www.keepitswinging.blogspot.com>, 26. November 2012 http://keepitswinging.blogspot.com/2012/11/newport-58-babels-band-brass-section.html (aufgerufen am 19. August 2024)
[35] Hans Koert: Newport ’58: The reed section of the International Youth Band. Introducing the reed section of the Tower of Babel’s Band. Willis Conover: The Voice of America set the musical tastes of many people all over Europa, in: <www.keepitswinging.blogspot.com>, 29. Dezember 2012. http://keepitswinging.blogspot.com/2012/12/newport-58-reed-section-of.html (aufgerufen am 20. August 2024)
[36] Roger Guérin: Roger Guérin. Une vie dans le jazz, Aubais/France 2005 (Mémoire d’Oc Éditions): 30
[37] Jordi Pujol: Roger Guérin. https://www.freshsoundrecords.com/13610-roger-guerin-albums/9-vinyl-records (aufgerufen am 19. August 2024)
[38] Hans Salomon & Horst Hausleitner: Jazz, Frauen und wieder Jazz, Wien 2013 (Seifert Verlag): 64
[39] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 182-183
[40] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 182
[41] Albrekt von Konow: Bernt! „Det blir för snävt om man tänker i genrer och stilar.“ Bernt Rosengren intar en central position inom svensk jazz och är en av våra internationellt mest kända musiker. Albrekt von Konow tecknar ett intervjuporträtt i helfigur, in: Orkester Journalen, 53/2 (Feb.1985): 11
[42] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 184
[43] Krystian Brodacki: Historia Jazzu w Polsce, Krakow 2010 (PWM Edition); 204
[44] https://youtu.be/gQZj3W9BpFM (aufgerufen am 17. August 2024)
[45] George Wein & Nate Chinen: Myself Among Others. A Life in Music, New York 2003 (Da Capo): 185
[46] NN: Babel Band’s Birth, in: Down Beat, 25/9 (1. Mai 1958): 9
[47] Eric T. Vogel: New York – erste Station der International Youth Band. Marshall Brown lud erstmals die Presse ein, in: Jazz Podium, 7/8 (August 1958): 159
[48] Eric T. Vogel: New York – erste Station der International Youth Band. Marshall Brown lud erstmals die Presse ein, in: Jazz Podium, 7/8 (August 1958): 159
[49] NN: The Curtain Falls, in: Down Beat, 23/15 (24. Juli 1958): 9
[50] NN: The Curtain Falls, in: Down Beat, 23/15 (24. Juli 1958): 9
[51] George Wein & Nate Chinen: Myself Among Others. A Life in Music, New York 2003 (Da Capo): 185
[52] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 185-186
[53] Michael Fitzgerald: Newport Youth Band Discography, 24. September 2011. https://jazzdiscography.com/Artists/NYB/nyb-disc.php (aufgerufen am 19. August 2024)
[54] Whitney Balliett: International Jazz, in: The New Yorker, 5. Juli 1958: 16-17, zit. nach Rüdiger Ritter: Waffe oder Brücke? Willis Conover und der Jazz im Kalten Krieg, Berlin 2023 (Peter Lang): 461
[55] NN: Babel Band’s Birth, in: Down Beat, 25/9 (1. Mai 1958): 9
[56] George Wein & Nate Chinen: Myself Among Others. A Life in Music, New York 2003 (Da Capo): 186
[57] George Wein & Nate Chinen: Myself Among Others. A Life in Music, New York 2003 (Da Capo): 185
[58] NN: Babel Band’s Birth, in: Down Beat, 25/9 (1. Mai 1958): 9
[59] NN: Youth Band Is Fretted, in: Down Beat, 26. Juni 1958: 9
[60] NN: Jazz-News. Amerika, in: Jazz-Echo, Juni 1958: 42
[61] Hans Salomon & Horst Hausleitner: Jazz, Frauen und wieder Jazz, Wien 2013 (Seifert Verlag): 64
[62] George Gruntz: Als weisser Neger geboren. Ein Leben für den Jazz, Berneck/CH 2002 (Corvus/Zweitausendeins): 45
[63] Hans Salomon & Horst Hausleitner: Jazz, Frauen und wieder Jazz, Wien 2013 (Seifert Verlag): 64
[64] Reinhard Köchl & Peter Tippelt & Richard Wiedamann: Dusko Gojkovic. Jazz ist Freiheit, Regensburg 1995 (ConBrio Verlagsgesellschaft): 50
[65] Krystian Brodacki: Historia Jazzu w Polsce, Krakow 2010 (PWM Edition): 204
[66] Hans Koert: Newport ’58. A Tower of Babel. 27. Februar 2013. http://keepitswinging.blogspot.com/2013/02/newport-58-tower-of-babel.html
[67] George Gruntz: Als weisser Neger geboren. Ein Leben für den Jazz, Berneck/CH 2002 (Corvus/Zweitausendeins): 45
[68] Reinhard Köchl & Peter Tippelt & Richard Wiedamann: Dusko Gojkovic. Jazz ist Freiheit, Regensburg 1995 (ConBrio Verlagsgesellschaft): 50; George Gruntz: Als weisser Neger geboren. Ein Leben für den Jazz, Berneck/CH 2002 (Corvus/Zweitausendeins): 45
[69] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 182
[70] Reinhard Köchl & Peter Tippelt & Richard Wiedamann: Dusko Gojkovic. Jazz ist Freiheit, Regensburg 1995 (ConBrio Verlagsgesellschaft): 50
[71] Hans Koert: Newport ’58. A Tower of Babel, in: <www.keepitswinging.blogspot.com>, 27. Februar 2013. http://keepitswinging.blogspot.com/2013/02/newport-58-tower-of-babel.html (aufgerufen am 19. August 2024)
[72] Hans Salomon & Horst Hausleitner: Jazz, Frauen und wieder Jazz, Wien 2013 (Seifert Verlag): 66
[73] oder, wie Bernt Rosengren sich erinnert, von morgens 9 bis abends 11…
[74] Rüdiger Ritter: Waffe oder Brücke? Willis Conover und der Jazz im Kalten Krieg, Berlin 2023 (Peter Lang): 462
[75] Max Jones: This world of Jazz. IYB preview, in: Melody Maker, 5. Juli 1958: 11
[76] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 182
[77] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 183
[78] Eric T. Vogel: New York – erste Station der International Youth Band. Marshall Brown lud erstmals die Presse ein, in: Jazz Podium, 7/8 (August 1958): 159
[79] At the first rehearsal I spent 20 minutes getting across to the musicians that I wanted them to go back to letter ‚B‘ in the arrangement.“ NN: liner notes: „Newport 1958. The International Youth Band“ (Columbia CL 1246); John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 182
[80] NN: Music: Jazz Supermarket, in: Time, 14. Juli 1958. https://time.com/archive/6806178/music-jazz-supermarket/ (aufgerufen am 25. August 2024)
[81] George Gruntz: Als weisser Neger geboren. Ein Leben für den Jazz, Berneck/CH 2002 (Corvus/Zweitausendeins): 45
[82] Hans Salomon & Horst Hausleitner: Jazz, Frauen und wieder Jazz, Wien 2013 (Seifert Verlag): 67
[83] Hans Koert: Newport ’58. A Tower of Babel, in: <www.keepitswinging.blogspot.com>, 27. Februar 2013. http://keepitswinging.blogspot.com/2013/02/newport-58-tower-of-babel.html (aufgerufen am 19. August 2024); Bruno Paulot: Albert Mangelsdorff. Gespräche, Waakirchen 1993 (Oreos): 52
[84] Hans Koert: Newport ’58. A Tower of Babel, in: <www.keepitswinging.blogspot.com>, 27. Februar 2013. http://keepitswinging.blogspot.com/2013/02/newport-58-tower-of-babel.html (aufgerufen am 19. August 2024)
[85] Eric T. Vogel: ‚Ich habe nicht viel Neues gelernt…‘ Eric T. Vogel unterhielt sich mit Albert Mangelsdorff, in: Jazz Podium, 7/8 (August 1958): 160
[86] Hans Salomon & Horst Hausleitner: Jazz, Frauen und wieder Jazz, Wien 2013 (Seifert Verlag): 67
[87] Paweł Brodowski: Ptaszyn w Newport, 1958: Wieża Babel, in: Jazz Forum, Juli/August 1999. http://jazzforum.com.pl/main/artykul/ptaszyn-w-newport-1958-wiea-babel (aufgerufen am 17. August 2024)
[88] Vgl. auch Nat Hentoff: Jazz in Print, in: Jazz Review, 1/1 (November 1958): 47
[89] Bruno Paulot: Albert Mangelsdorff. Gespräche, Waakirchen 1993 (Oreos): 52
[90] „At first I wasn’t satisfied with the arrangements, but after a few rehearsals the band sounded pretty good“ (Ruud Jacobs. Hans Koert: Newport ’58. A Tower of Babel, in: <www.keepitswinging.blogspot.com>, 27. Februar 2013. http://keepitswinging.blogspot.com/2013/02/newport-58-tower-of-babel.html (aufgerufen am 19. August 2024)
[91] Bruno Paulot: Albert Mangelsdorff. Gespräche, Waakirchen 1993 (Oreos): 52
[92] Eric T. Vogel: ‚Ich habe nicht viel Neues gelernt…‘ Eric T. Vogel unterhielt sich mit Albert Mangelsdorff, in: Jazz Podium, 7/8 (August 1958): 160
[93] Reinhard Köchl & Peter Tippelt & Richard Wiedamann: Dusko Gojkovic. Jazz ist Freiheit, Regensburg 1995 (ConBrio Verlagsgesellschaft): 51
[94] Eric T. Vogel: New York – erste Station der International Youth Band. Marshall Brown lud erstmals die Presse ein, in: Jazz Podium, 7/8 (August 1958): 159
[95] Eric T. Vogel: New York – erste Station der International Youth Band. Marshall Brown lud erstmals die Presse ein, in: Jazz Podium, 7/8 (August 1958): 159
[96] Paweł Brodowski: Ptaszyn w Newport, 1958: Wieża Babel, in: Jazz Forum, Juli/August 1999. http://jazzforum.com.pl/main/artykul/ptaszyn-w-newport-1958-wiea-babel (aufgerufen am 17. August 2024); George Gruntz: Als weisser Neger geboren. Ein Leben für den Jazz, Berneck/CH 2002 (Corvus/Zweitausendeins): 48
[97] Roger Guérin: Roger Guérin. Une vie dans le jazz, Aubais/France 2005 (Mémoire d’Oc Éditions): 30
[98] Robin Arends: Contrabassist Ruud Jacobs, een gesprek. „Ik vond het zo spannend die snaren aan te raken en de basis te leggen voor het spelen“, in: jazz’halo. https://www.jazzhalo.be/interviews/contrabassist-ruud-jacobs-een-gesprek/ (aufgerufen am 20. August 2024)
[99] Roger Guérin: Roger Guérin. Une vie dans le jazz, Aubais/France 2005 (Mémoire d’Oc Éditions): 30
[100] „W Nowym Jorku bywaliśmy codziennie przez półtora miesiąca we wszystkich możliwych klubach. Przez tydzień łaziliśmy do Harlemu, gdzie widzieliśmy m.in. Sekstet Milesa z Adderleyem, Evansem i Coltrane’em, a więc ten zespół znany z płyty ‚Kind Of Blue‘. (…) Jedynym klubem, do którego wtedy nie dotarłem był Village Vanguard. “ Paweł Brodowski: Ptaszyn w Newport, 1958: Wieża Babel, in: Jazz Forum, Juli/August 1999. http://jazzforum.com.pl/main/artykul/ptaszyn-w-newport-1958-wiea-babel (aufgerufen am 17. August 2024)
[101] Reinhard Köchl & Peter Tippelt & Richard Wiedamann: Dusko Gojkovic. Jazz ist Freiheit, Regensburg 1995 (ConBrio Verlagsgesellschaft): 50
[102] Robin Arends: Contrabassist Ruud Jacobs, een gesprek. „Ik vond het zo spannend die snaren aan te raken en de basis te leggen voor het spelen“, in: jazz’halo. https://www.jazzhalo.be/interviews/contrabassist-ruud-jacobs-een-gesprek/ (aufgerufen am 20. August 2024)
[103] Albrekt von Konow: Bernt! „Det blir för snävt om man tänker i genrer och stilar.“ Bernt Rosengren intar en central position inom svensk jazz och är en av våra internationellt mest kända musiker. Albrekt von Konow tecknar ett intervjuporträtt i helfigur, in: Orkester Journalen, 53/2 (Feb.1985): 11
[104] Eric T. Vogel: New York – erste Station der International Youth Band. Marshall Brown lud erstmals die Presse ein, in: Jazz Podium, 7/8 (August 1958): 159
[105] Bruno Paulot: Albert Mangelsdorff. Gespräche, Waakirchen 1993 (Oreos): 53
[106] „To była najlepsza szkoła czarnego jazzu.“ Paweł Brodowski: Ptaszyn w Newport, 1958: Wieża Babel, in: Jazz Forum, Juli/August 1999. http://jazzforum.com.pl/main/artykul/ptaszyn-w-newport-1958-wiea-babel (aufgerufen am 17. August 2024)
[107] „Had ik daar toen maar even met mijn mobiel een selfie van kunnen nemen!“ (Ruud Jacobs). Robin Arends: Contrabassist Ruud Jacobs, een gesprek. „Ik vond het zo spannend die snaren aan te raken en de basis te leggen voor het spelen“, in: jazz’halo. https://www.jazzhalo.be/interviews/contrabassist-ruud-jacobs-een-gesprek/ (aufgerufen am 20. August 2024)
[108] John S. Wilson: Overseas Stars Play In Newport. International Youth Band Combines Jazz Musicians From 17 Countries, in: New York Times, 5.Jul.1958: 13; Eric T. Vogel: Die Sensation von Newport. Das Jazzfestival 1958, in: Jazz Podium, 7/8 (August 1958): 157
[109] John S. Wilson: Overseas Stars Play In Newport. International Youth Band Combines Jazz Musicians From 17 Countries, in: New York Times, 5.Jul.1958: 13
[110] Eric T. Vogel: Die Sensation von Newport. Das Jazzfestival 1958, in: Jazz Podium, 7/8 (August 1958): 158
[111] Eric T. Vogel: Newport Rückblick, in: Jazz Podium, 7/9 (September 1958): 181
[112] Eric T. Vogel: ‚Ich habe nicht viel Neues gelernt…‘ Eric T. Vogel unterhielt sich mit Albert Mangelsdorff, in: Jazz Podium, 7/8 (August 1958): 160
[113] Eric T. Vogel: Die Sensation von Newport. Das Jazzfestival 1958, in: Jazz Podium, 7/8 (August 1958): 157
[114] Reinhard Köchl & Peter Tippelt & Richard Wiedamann: Dusko Gojkovic. Jazz ist Freiheit, Regensburg 1995 (ConBrio Verlagsgesellschaft): 53
[115] Bruno Paulot: Albert Mangelsdorff. Gespräche, Waakirchen 1993 (Oreos): 53
[116] Eric T. Vogel: ‚Ich habe nicht viel Neues gelernt…‘ Eric T. Vogel unterhielt sich mit Albert Mangelsdorff, in: Jazz Podium, 7/8 (August 1958): 160
[117] Eric T. Vogel: Die Sensation von Newport. Das Jazzfestival 1958, in: Jazz Podium, 7/8 (August 1958): 158; Bill Coss: The Newport Jazz Festival, in: Metronome, 75/9 (September 1958): 16
[118] „Z Armstrongiem było dokładnie to samo, to był cudowny, kontaktowy facet, wesolutki, przyjacielski dla wszystkich, no, ale portki się trzęsły, kiedy się z człowiekiem rozmawiało i, nawiasem mówiąc, to był chyba utwór, który najlepiej zagraliśmy, bo wszyscy byli tak spięci przy tym Armstrongu, że to inny duch w człowieka wstępował.“ (Jan Wróblewski). Paweł Brodowski: Ptaszyn w Newport, 1958: Wieża Babel, in: Jazz Forum, Juli/August 1999. http://jazzforum.com.pl/main/artykul/ptaszyn-w-newport-1958-wiea-babel (aufgerufen am 17. August 2024)
[119] Vgl. Ricky Riccardi: On the Sunny Side of the Street: 1956-1970, in: The Wonderful World of Louis Armstrong, 8. December 2009. https://dippermouth.blogspot.com/2009/12/on-sunny-side-of-street-1956-1970.html (aufgerufen am 24. August 2024)
[120] Roger Guérin: Roger Guérin. Une vie dans le jazz, Aubais/France 2005 (Mémoire d’Oc Éditions): 30
[121] Michel Laplace & Félix Sportis: Roger Guérin. Monsieur Trompette, in: Jazz Hot, #593 (September 2002): 29
[122] George Gruntz: Als weisser Neger geboren. Ein Leben für den Jazz, Berneck/CH 2002 (Corvus/Zweitausendeins): 48; Albrekt von Konow: Bernt! „Det blir för snävt om man tänker i genrer och stilar.“ Bernt Rosengren intar en central position inom svensk jazz och är en av våra internationellt mest kända musiker. Albrekt von Konow tecknar ett intervjuporträtt i helfigur, in: Orkester Journalen, 53/2 (Februar 1985): 11
[123] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 182
[124] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 183
[125] Bill Coss: The Newport Jazz Festival, in: Metronome, 75/9 (September 1958): 16
[126] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 183
[127] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 183
[128] Eric T. Vogel: „Das Beste aus Europa“ – aber „Ellington braucht sich nicht zu fürchten!“ Experten äußern sich zur International Youth Band, in: Jazz Podium, 7/8 (August 1958): 159-160
[129] NN: Jazz-News. Amerika, in: Jazz-Echo, September 1958: 46
[130] John Hammond, zit. nach Reinhard Köchl & Peter Tippelt & Richard Wiedamann: Dusko Gojkovic. Jazz ist Freiheit, Regensburg 1995 (ConBrio Verlagsgesellschaft): 52
[131] „Joe Brown“ [= Joachim Ernst Berendt]: Die Internationale Newport Band. Ronnie Roß, Albert Mangelsdorff, Dusco Gojcowic besonders erfolgreich, in: Jazz-Echo, Oktober 1958: 39
[132] Zit. nach Reinhard Köchl & Peter Tippelt & Richard Wiedamann: Dusko Gojkovic. Jazz ist Freiheit, Regensburg 1995 (ConBrio Verlagsgesellschaft): 50
[133] „Some of the musicians looked like children, others seemed poised and mature.“ (Leonard Feather)
. Zit. nach Max Jones: This world of Jazz. IYB preview, in: Melody Maker, 5. Juli 1958: 11
[134] „Solo improvisation did not appear to be one of their strong points.“ John S. Wilson: Overseas Stars Play In Newport. International Youth Band Combines Jazz Musicians From 17 Countries, in: New York Times, 5. Juli 1958: 13
[135] „…rather lumpy, unformed performances…“ John S. Wilson: The Collector’s Jazz. Modern, New York 1959 (J.B. Lippincott):146
[136] Eric T. Vogel: Newport Rückblick, in: Jazz Podium, 7/9 (September 1958): 181
[137] Horst Lippmann, Jazz Podium, Juni 1959; zit. nach Reinhard Köchl & Peter Tippelt & Richard Wiedamann: Dusko Gojkovic. Jazz ist Freiheit, Regensburg 1995 (ConBrio Verlagsgesellschaft): 53
[138] Bruno Paulot: Albert Mangelsdorff. Gespräche, Waakirchen 1993 (Oreos): 52-53
[139] Hans Salomon & Horst Hausleitner: Jazz, Frauen und wieder Jazz, Wien 2013 (Seifert Verlag): 69
[140] Hans Salomon & Horst Hausleitner: Jazz, Frauen und wieder Jazz, Wien 2013 (Seifert Verlag): 70
[141] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 186-187
[142] NN: The Curtain Falls, in: Down Beat, 23/15 (24. Juli 1958): 9
[143] „k“: deutsche musiker nach newport, in: Schlagzeug, 3/8 (April 1958): 6
[144] Paweł Brodowski: Ptaszyn w Newport, 1958: Wieża Babel, in: Jazz Forum, Juli/August 1999. http://jazzforum.com.pl/main/artykul/ptaszyn-w-newport-1958-wiea-babel (aufgerufen am 17. August 2024)
[145] Bruno Paulot: Albert Mangelsdorff. Gespräche, Waakirchen 1993 (Oreos): 53; Down Beat, 2. October 1958: 11
[146] NN: Jazz-News. Europa, in: Jazz-Echo, August 1958: 48
[147] Roger Guérin: Roger Guérin. Une vie dans le jazz, Aubais/France 2005 (Mémoire d’Oc Éditions): 31
[148] NN: Youth Band Is Fretted, in: Down Beat, 26. Juni 1958: 9; korrektes Datum bei Reinhard Köchl & Peter Tippelt & Richard Wiedamann: Dusko Gojkovic. Jazz ist Freiheit, Regensburg 1995 (ConBrio Verlagsgesellschaft): 51
[149] Reinhard Köchl & Peter Tippelt & Richard Wiedamann: Dusko Gojkovic. Jazz ist Freiheit, Regensburg 1995 (ConBrio Verlagsgesellschaft): 53
[150] Penny M. von Eschen: Satchmo Blows Up the World. Jazz Ambassadors Play the Cold War, Cambridge/MA 2004 (Harvard University Press): 188
[151] Rüdiger Ritter: Waffe oder Brücke? Willis Conover und der Jazz im Kalten Krieg, Berlin 2023 (Peter Lang): 464
[152] Bruno Paulot: Albert Mangelsdorff. Gespräche, Waakirchen 1993 (Oreos): 53
[153] Howard Taubman: Jazz, Act Your Age. When on Concert Stage, Be Professional, in: New York Times, 10. August 1958
[154] Bill Coss: The Newport Jazz Festival, in: Metronome, 75/9 (September 1958): 16
[155] „Under Marshall Brown’s leadership it played pretentiously and tediously. It had no cohesion and no point of view.“ Howard Taubman: Le Jazz Arrives At Brussels Fair; Sidney Bechet Sextet Saves the Day for U.S. in Poorly Organized Concert, in: New York Times, 30. Juli 1958
[156] „The Newport Jazz Festival and the State Department owe an explanation to the American people for this one.“ (Ralph J. Gleason, in: San Francisco Chronicle, 5. August 1958), zit. nach Nat Hentoff: Jazz in Print, in: Jazz Review, 1/1 (November 1958): 47
[157] NN: Youth Band Is Fretted, in: Down Beat, 26. Juni 1958: 9
[158] Reinhard Köchl & Peter Tippelt & Richard Wiedamann: Dusko Gojkovic. Jazz ist Freiheit, Regensburg 1995 (ConBrio Verlagsgesellschaft): 53
[159] Pedro Miguel Cravinho Lopes: An Open Window to a Different World. Encounters with Jazz on Television in Portugal (1956-1974), Aveiro 2018 (PhD thesis: Universidade de Aveiro): 186
[160] Eugene Chapman: Palle Bolvig Biography. https://www.allmusic.com/artist/palle-bolvig-mn0000680665#biography (aufgerufen am 19. August 2024)
[161] Lucien Malson: Le jazz en France. Roger Guerin ou le culte de la relaxation, in: Jazz Magazine, #62 (September 1960): 42
[162] George Gruntz: Als weisser Neger geboren. Ein Leben für den Jazz, Berneck/CH 2002 (Corvus/Zweitausendeins): 45
[163] Krystian Brodacki: Historia Jazzu w Polsce, Krakow 2010 (PWM Edition); 204
[164] Paweł Brodowski: Ptaszyn w Newport, 1958: Wieża Babel, in: Jazz Forum, Juli/August 1999. http://jazzforum.com.pl/main/artykul/ptaszyn-w-newport-1958-wiea-babel (aufgerufen am 17. August 2024)
[165] George Gruntz: Als weisser Neger geboren. Ein Leben für den Jazz, Berneck/CH 2002 (Corvus/Zweitausendeins): 48
[166] Down Beat, 7. August 1958: 18
[167] George Gruntz: Als weisser Neger geboren. Ein Leben für den Jazz, Berneck/CH 2002 (Corvus/Zweitausendeins): 49; Bruno Paulot: Albert Mangelsdorff. Gespräche, Waakirchen 1993 (Oreos): 53
[168] John LaPorta: Playing It by Ear. An Autobiography with concentration on the Woody Herman Orchestra and the New York Jazz Scene in the ’40s and ’50s, Redwood/NY 2001 (Cadence Jazz Books): 183
[169] George Gruntz: Als weisser Neger geboren. Ein Leben für den Jazz, Berneck/CH 2002 (Corvus/Zweitausendeins): 49
[170] „Joe Brown“ [= Joachim Ernst Berendt]: Die Internationale Newport Band. Ronnie Roß, Albert Mangelsdorff, Dusco Gojcowic besonders erfolgreich, in: Jazz-Echo, Oktober 1958: 39
[171] Bruno Paulot: Albert Mangelsdorff. Gespräche, Waakirchen 1993 (Oreos): 232
[172] Eric T. Vogel: Newport Rückblick, in: Jazz Podium, 7/9 (September 1958): 181
[173] George Hoefer: Newport Youth Band. Marshall Brown’s Talent Incubator, in: Down Beat, 21. September 1967: 19
[174] George Hoefer: Newport Youth Band. Marshall Brown’s Talent Incubator, in: Down Beat, 21. September 1967: 19
[175] John S. Wilson: Marshall Brown, 62, Is Dead; Started Newport Youth Band, in: New York Times, 15. December 1983. https://www.nytimes.com/1983/12/15/obituaries/marshall-brown-62-is-dead-started-newport-youth-band.html (aufgerufen am 25. August 2024)























































