{"id":76,"date":"2024-01-02T18:20:32","date_gmt":"2024-01-02T18:20:32","guid":{"rendered":"https:\/\/wolframknauer.de\/?p=76"},"modified":"2025-03-12T12:24:26","modified_gmt":"2025-03-12T12:24:26","slug":"utopie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolframknauer.de\/en\/utopie","title":{"rendered":"What could be more political than creating a utopia?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Jazz als musikalische Praxis der Gegenwart<\/strong><\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code has-small-font-size\"><code>Dieser Essay erschien in <em>Musik und \u00c4sthetik<\/em>, Jg. 22, Heft 86, April 2018: 80-84 (Link zur Zeitschrift <a href=\"https:\/\/www.musikundaesthetik.de\/journal\/mu\/22\/86\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a>)<\/code><\/pre>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"668\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wolframknauer.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/image-2-668x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-97\" srcset=\"https:\/\/wolframknauer.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/image-2-668x1024.png 668w, https:\/\/wolframknauer.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/image-2-196x300.png 196w, https:\/\/wolframknauer.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/image-2-768x1177.png 768w, https:\/\/wolframknauer.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/image-2-1002x1536.png 1002w, https:\/\/wolframknauer.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/image-2-1336x2048.png 1336w, https:\/\/wolframknauer.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/image-2.png 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 668px) 100vw, 668px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Es war kurz nach der Jahrtausendwende, dass ich empfand, vielleicht sei es ja gar nicht so falsch, den Jazz als Musik des 20sten Jahrhunderts zu begreifen, in der Vergangenheitsform also, wo doch seine Zukunft eher im Zusammenflie\u00dfen mit anderen Genres und Kunstformen zu liegen schien, in klanglichen Explorationen, die mit dem wenig gemein haben w\u00fcrden, was wir bis dahin als &#8222;Jazz&#8220; verstanden. \u00dcberall gab es Diskussionen \u00fcber den Begriff. In Deutschland wollte man lieber von &#8222;aktueller&#8220; Musik sprechen und darunter alle musikalischen Diskurse subsumieren, die sich kreativ mit der gesellschaftlichen und \u00e4sthetischen Gegenwart auseinandersetzten. In den USA wollten Musiker den Begriff Jazz durch jenen einer Black American Music (oder kurz: BAM) austauschen, der dann auch alle anderen Formen kreativer afro-amerikanischer Musik beinhalten k\u00f6nnte, ohne dass man sich gro\u00df zu rechtfertigen habe. Die Diskussion um den Jazz, der sp\u00e4testens seit den 1960er Jahren zu einer globalen Kunst geworden war, begann jener zu \u00e4hneln, die sich auch im politischen Alltag abspielte: Globalit\u00e4t beinhaltet einerseits, dass Andere Inhalte zumindest mit-definieren, die auch das pers\u00f6nliche Umfeld betreffen, andererseits aber auch, dass kulturelle Urspr\u00fcnge in Vergessenheit geraten. In Bezug auf unser Thema akzeptieren beide Argumente dabei eine Position, die wir dem Jazz schon lange nicht mehr zugestanden: dass er n\u00e4mlich zutiefst politisch sei, dass demnach auch seine Definition oder das Sprechen \u00fcber ihn Haltungen wiedergebe und beeinflusse.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit &#8222;Black Lives Matter&#8220; wurde zumindest in den USA Musik ganz allgemein wieder politischer. Die ersten Reaktionen auf die \u00dcbergriffe der Staatsgewalt insbesondere auf Afro-Amerikaner, fanden in der text-besetzten popul\u00e4ren Musik statt, und da insbesondere in weithin sichtbaren Statements: Princes Video &#8222;Baltimore&#8220; von 2015 etwa<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>, Kendrick Lamars Auftritt anl\u00e4sslich der Grammy-Verleihung von 2016<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>&nbsp;oder Beyonces Salut an die Black Panthers in der Pause des Super Bowl im selben Jahr<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>. Der Jazz als eine instrumentale Musik schien es da weit schwerer zu haben, ein Statement zu setzen. Und doch waren es gerade die Musiker an der vordersten Front der amerikanischen Jazzentwicklung, die ihre Musik immer auch politisch deuteten. Der Pianist Vijay Iyer etwa, der 2013 in seinem &#8222;Veterans&#8216; Dreams Project&#8220; verst\u00f6rende Berichte von Kriegsveteranen aus Afghanistan \u00fcber die Tr\u00e4ume verarbeitete, die sie nicht mehr loslassen<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>; der Trompeter Terence Blanchard, der sein letztes Album &#8222;Breathless&#8220; nannte, in Anspielung auf Eric Garners verzweifelte Rufe &#8222;I can&#8217;t breathe&#8220;, w\u00e4hrend er im Schwitzkasten der New Yorker Polizei ums Leben kam<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>; der Trompeter Christian Scott aus New Orleans, der in seinen Konzerten keinen Hehl daraus macht, dass er als Musiker auch eine politische Verantwortung versp\u00fcrt<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>; oder der Saxophonist Kamasi Washington, der sich in der Musik eines Konzerts, das er am 25. Juli 2015 in Los Angeles zusammen mit Jazz- und Hip-Hop-Musikern gab, auf die Unruhen im schwarzen Stadtteil Watts von 1965 und 1992 bezog und das alles wie selbstverst\u00e4ndlich in Bezug zur Gegenwart von &#8222;Black Lives Matters&#8220; stellte<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>. In den USA kann auch der instrumentale Jazz dabei immer noch auf die Botschaft seiner Entstehung aus der afro-amerikanischen Kultur heraus zur\u00fcckgreifen. Wie aber sieht es in Deutschland aus?<\/p>\n\n\n\n<p>Bis in die 1970er Jahre hinein war der politische Kontext von Jazz und improvisierter Musik auch hierzulande durchaus greifbar. Die Musik war ja von den Amerikanern durchaus als ein politisches Instrument eingesetzt worden, um in den Zeiten des Kalten Kriegs durch die Improvisation und die Individualit\u00e4ts\u00e4sthetik des Jazz quasi ein Beispiel zu geben, wie sich in demokratischen Prozessen Dinge aushandeln lassen, an denen alle beteiligt sind, in denen sich vor allem aber auch alle wiederfinden. In den sp\u00e4ten 1960er Jahren passten freiere Improvisationsformen durchaus in die Diskurse der Studentenbewegung, und noch in den 1970er und 1980er Jahren war, gest\u00fctzt durch soziologische Studien klar<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>, dass der Jazzh\u00f6rer eher links und gesellschaftskritisch als rechts und gesellschaftlich etabliert sei. Die Distinktion, die man sich selbst als Jazzh\u00f6rer zuschrieb, war auf jeden Fall eine der Individualit\u00e4t, des &#8222;Anders-Sein&#8220; vom Mainstream. Die Misere des &#8222;Anders-Seins&#8220; ist allerdings, dass auch dieses \u00fcber die Jahre einen Konnotationswandel durchmacht und dass das, was in den 1960er Jahren als revolution\u00e4r angesehen wurde, bald ein wenig verstaubt und altbacken wirkte \u2013 zumal die Revolution\u00e4re von damals inzwischen selbst gealtert waren und f\u00fcr die Schnelligkeit der digitalisierten und globalisierten Welt oft wenig Verst\u00e4ndnis aufbrachten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In den 1990er Jahren erhielt der Jazz hierzulande immer st\u00e4rkeren Kunstmusikstatus, was sich auch in seiner F\u00f6rderung niederschlug. Jazz, so war der allgemeine Konsens in den \u00fcber F\u00f6rdergelder entscheidenden Gremien, sei ein wichtiger Beitrag zum Kulturdiskurs unserer Zeit, ein bisschen vielleicht die Forschungsabteilung der heutigen Musik, die im Idealfall in die Zukunft gerichtet sei statt vor allem zur\u00fcckzublicken. Und tats\u00e4chlich verbindet sich mit dem Jazz als einer aktuellen Musik in Europa und ganz speziell in Deutschland der Richtungsfokus aufs musikalische und k\u00fcnstlerische Experiment \u2013 anders als etwa in den Vereinigten Staaten, wo diese Bereiche \u2013 experimentell, konventionell \u2013 weit weniger getrennt sind und sich die Akteure beider Welten der Notwendigkeit der jeweils anderen meist bewusst sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wie also bezieht der Jazz im Deutschland des Jahres 2018 Stellung? Wenn sich Anna Lena Schnabel f\u00fcr die Freiheit ihrer Kunst und gegen Repertoire-Dreinreden der Veranstalter beim ECHO Jazz wendet<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>, oder wenn Christopher Dell die Praktiken der Improvisation in seiner Musik als Technologien gesellschaftlichen Zusammenwirkens versteht<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>, ist dies nat\u00fcrlich auch jeweils eine politische Haltung. Wenn Gunter Hampel, ein Urgestein des deutschen Jazz, noch heute den Jazz und die mit ihm verbundene Improvisation als wichtiges Bildungsideal gerade auch f\u00fcr Kinder und Jugendliche versteht (und dies durch Schulworkshops auch eigenst\u00e4ndig weiter betreibt)<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>, ist dies ein klares Statement. Wenn Musiker sich in allgemeine Kulturdiskussionen wie etwa zum House of Jazz einmischen<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>&nbsp;oder in den Bundesl\u00e4ndern genauso wie im Bund f\u00fcr die eigene Sache und damit auch f\u00fcr die der experimentellen Kunst streiten<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>, so ist dies insbesondere dann ein politischer Akt, wenn sie immer mehr geh\u00f6rt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann meinen, dass Jazzmusiker genug damit zu tun haben, ihr \u00dcberleben durch Musik zu organisieren, dass also die Reaktion auf Gesellschaft, Politik, Umwelt, Fremdenhass und anderes, was die Diskurse der Zeit umtreibt, zur\u00fcckstehen m\u00fcsse hinter dem Organisieren von Gigs, Tourneen, Aufnahmen oder einfach nur von Geld. Man mag meinen, dass der Jazz durch seine Verortung innerhalb der Zeitgen\u00f6ssischen Musik (mit gro\u00dfem &#8222;Z&#8220;, also ein wenig n\u00e4her der Neuen Musik als anderen Formen experimenteller Sparten) zu sehr zu einer &#8222;Kunst&#8220;musik geworden sei, die sich \u2013 l&#8217;art pour l&#8217;art \u2013 selbst genug ist und auf nichts anderes mehr verweist als eben auf sich selbst. Man mag meinen, dass Jazz all das gesellschaftlich nach vorne Schauende immer schon vorgelebt habe, den Dialog zwischen den Kulturen, die Freiheit und Individualit\u00e4t der Improvisation, die Rebellion gegen gefestigte Strukturen, den Willen auszubrechen, neu zu mischen, Risiken einzugehen. Wenn also Musik f\u00fcr sich ein Statement des Wagnis ist, wieso muss dies dann an konkreten Beispielen aus dem Gegenwartsalltag noch exemplifiziert werden?<\/p>\n\n\n\n<p>Sprich: So einfach wie in den USA scheint es hierzulande nicht zu sein, politisch zu werden mit Musik \u2013 und sei es nur in den Titeln der St\u00fccke oder den Ansagen, die die Musiker auf der B\u00fchne machen. Und doch wird gerade Jazz, wird gerade die Improvisation nach wie vor als etwas ungemein Politisches wahrgenommen \u2013 von denen, die sie machen genauso wie von seinen H\u00f6rern und selbst von denjenigen, denen diese Musik ein Buch mit sieben Siegeln bleibt. Joachim Ernst Berendt hat vom inh\u00e4rent Widerst\u00e4ndigen des Jazz gesprochen<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>, und bei aller romantischer Sichtweise des deutschen Jazzpapstes, dem diese Musik ja tats\u00e4chlich geholfen hatte, ein Statement des Anti-Nazismus zu bef\u00f6rdern, ist bis heute etwas daran. Wenn Christian Lillinger mit seinem Septett Grund freie Improvisation und ausget\u00fcftelte Komposition in energetisch geladene Abl\u00e4ufe lenkt<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>; wenn das Trio DRA mit Christopher Dell, Christian Ramond und Felix Astor komplexeste Kompositionen so mit Improvisationen zu verweben in der Lage ist und dabei im Verlauf des Sets unabgesprochen und doch wie aus einer Hand die Richtung zu wechseln vermag<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>; wenn Julia H\u00fclsmann in ihrem Projekt &#8222;songs for double trio and three voices&#8220;&nbsp;&nbsp;vordergr\u00fcndig die &#8222;Lieblingssongs&#8220; der Bandmitglieder spielt, dabei aber auf lange Musiziertraditionen Europas zwischen Folklore und Experiment zur\u00fcckgreift<a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftn17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>&nbsp;\u2013 und neben diesen lie\u00dfen sich etliche \u00e4hnliche Beispiele anf\u00fchren \u2013, dann ist all das zuvorderst musikalisch. Weil es aber im Musikalischen Grenzen sprengt, zwischen individuellen Aussagen, zwischen Komposition und Improvisation, zwischen Genres, zwischen Traditionen, f\u00fchrt es vor, was wir uns vielleicht ja auch f\u00fcr die Gesellschaft erhoffen. Was w\u00e4re denn politischer als die Utopie erschaffen \u2013 und sei es mit musikalischen Mitteln?!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Jazz schien mir, schrieb ich zu Beginn dieses Textes, zur Jahrtausendwende eine Musik des vergangenen Jahrhunderts. Als Stil und Genre schien er damals an einem Endpunkt&nbsp;&nbsp;angekommen. Der Denkfehler aber war \u2013 und ist \u2013, diese Musik \u00fcberhaupt als einen Stil, als ein Genre zu begreifen. Tats\u00e4chlich ist Jazz bis heute \u2013 und das l\u00e4sst einen neugierig in die Zukunft dieser Musik blicken \u2013 eine musikalische und damit automatisch auch eine gesellschaftliche&nbsp;<em>Praxis<\/em>, in der das kreative Miteinander-Auskommen in immer neuen Konstellationen erprobt wird und in dem die Beteiligten (und das sind eben immer auch die H\u00f6rer) erleben, dass aus dem Experiment Neues genauso entstehen kann wie scheinbar Bekanntes, aber aus einer neuen Perspektive Erlebtes.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wolfram Knauer (Januar 2018)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;Prince: &#8222;Baltimore&#8220;, Juli 2015; https:\/\/youtu.be\/cieZB0Ab7xk<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>&nbsp;Kendrick Lamar: &#8222;The Blacker The Berry&#8220; and &#8222;Alright&#8220;; Grammy-Show, Februar 2016; https:\/\/www.theverge.com\/2016\/2\/15\/11004624\/grammys-2016-watch-kendrick-lamar-perform-alright-the-blacker-the-berry<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>&nbsp;Beyonc\u00e9: &#8222;Formation&#8220;, Super Bowl 50 Halftime Show, 2016; https:\/\/youtu.be\/c9cUytejf1k (ab 7:00)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>&nbsp;Vijay Iyer: &#8222;Holding It Down: The Veterans&#8216; Dreams Project&#8220;. Performance aus dem Metropolitan Museum of Art, New York, November 2015; https:\/\/www.metmuseum.org\/metmedia\/video\/concerts\/holding-it-down-veterans-dreams-project-vijay-iyer<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>&nbsp;Terence Blanchard &amp; The E-Collective: &#8222;Breathless&#8220; | Live Studio Session, 2015; https:\/\/youtu.be\/y9pl1XakxJ8<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>&nbsp;Z.B. &#8222;The Coronation of X aTunde Adjuah&#8220;, aus der &#8222;Ruler Rebel&#8220;-Trilogie, 2017; https:\/\/soundcloud.com\/ropeadope\/the-coronation-of-x-atunde-adjuah-feat-elena-pinderhughes<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>&nbsp;Kamasi Washington, August 2015; http:\/\/www.laweekly.com\/video\/kamasi-washington-unites-jazz-and-hip-hop-musicians-in-honor-of-the-watts-rebellion-65-and-la-uprising-92-wb95c2sd<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>&nbsp;Z.B.: Rainer Dollase &amp; Michael R\u00fcsenberg &amp; Hans J. Stollenwerk: Das Jazzpublikum. Zur Sozialpsychologie einer kulturellen Minderheit, Mainz 1978; Peter K\u00f6hler &amp; Konrad Schacht: Die Jazzmusiker. Zur Soziologie einer kreativen Randgruppe, Freiburg 1983; Fritz Schm\u00fccker: Das Jazzkonzertpublikum. Das Profil einer kulturellen Minderheit im Zeitvergleich, M\u00fcnster 1993<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. Video &#8222;Der Preis der Anna-Lena Schnabel&#8220;, ausgestrahlt am 21. Oktober 2017 auf 3sat; http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/musik\/194584\/index.html<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. http:\/\/www.christopher-dell.de<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. http:\/\/gunterhampelmusic.de\/?page_id=206<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>&nbsp;Z.B. die IG Jazz Berlin, vgl. http:\/\/www.ig-jazz-berlin.de\/house-of-jazz\/<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>&nbsp;Z.B. die Bundeskonferenz Jazz, vgl. http:\/\/www.bk-jazz.de\/ oder die Union Deutscher Jazzmusiker, vgl. http:\/\/www.u-d-j.de\/<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. z.B. Joachim Ernst Berendt: Wandel und Widerstand, in: Wolfram Knauer (Hg.): Jazz in Deutschland, Hofheim 1996, S. 261-279<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>&nbsp;Christian Lillingers Grund, Bremen 2014; https:\/\/youtu.be\/2TpWZIbqVmM<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>&nbsp;DRA: &#8222;Truth Study&#8220;2012; https:\/\/youtu.be\/PWF2Kn0g58Y<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5F6D190D-FEA9-46E0-961F-59C0205BC962#_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>&nbsp;Julia H\u00fclsmann Oktett: &#8222;Sleep&#8220;, 2015; https:\/\/youtu.be\/agcX1rStCVM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jazz als musikalische Praxis der Gegenwart Es war kurz nach der Jahrtausendwende, dass ich empfand, vielleicht sei es ja gar nicht so falsch, den Jazz als Musik des 20sten Jahrhunderts zu begreifen, in der Vergangenheitsform also, wo doch seine Zukunft eher im Zusammenflie\u00dfen mit anderen Genres und Kunstformen zu liegen schien, in klanglichen Explorationen, die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-76","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-essays"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wolframknauer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wolframknauer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wolframknauer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolframknauer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolframknauer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=76"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/wolframknauer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":174,"href":"https:\/\/wolframknauer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76\/revisions\/174"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wolframknauer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=76"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolframknauer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=76"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolframknauer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=76"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}